Text-Bild-Ansicht Band 226

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Abänderungen erfahren, nach welchen die betreffenden Stoffmühlen bezeichnend benannt werden: „conischer Holländer“ (vgl. Clarke, *1861 159 334. Jourdan und Eustice in Hofmann's Handbuch der Papierfabrikation, S. 191) und „Scheiben- oder Centrifugalholländer“ (vgl. Thode, *1859 153 343. Kingsland, Gould in Hofmann's Handbuch etc., S. 186 und 196). Das von J. S. Warren in Cumberland Mills, Westbroock, Me., am 17. April 1877 erlangte amerikanische Patent Nr. 189 671 bezieht sich auf eine conische Stoffmühle, welche aus den Constructionen von Jourdan und Gould hervorgegangen zu sein scheint.

Die Einrichtung ist aus den Figuren 19 und 20 leicht zu entnehmen. Der gußeiserne Stoffbehälter A trägt in der hohlen Säule B eine senkrechte Welle C, mit welcher der conische Läufer D (der die Holländerwalze vertritt) niedergelassen werden kann, bis seine in der Zeichnung nicht ersichtlich gemachten, radialen Messer dem Grundwerk nahe genug stehen. Das Grundwerk besteht aus vier Gruppen von Messern G in der innern Fläche des Hohlkegels E, welcher auf dem Deckel F des Stoffbehälters A ruht. An E schließt sich unten ein Rohr J an, durch welches die flüssige Stoffmasse aufsteigt. Zwischen je zwei Messergruppen G sind eigens geformte Leitungen H und I angebracht, vermöge welcher bei Drehung des Läufers D die Stoffmasse aus dem Rohr J angesaugt wird, zwischen die Messer gelangt und durch die Centrifugalkraft über den Rand des Hohlkegels E getrieben in den Trog A zurückfällt.

Die Messer des Grundwerkes sind gekrümmt oder gerade, in letzterm Falle aber gegen die radialen Messer des Läufers D etwas geneigt.

Beiträge zur Kenntniss der Leimung des Papieres; von C. Wurster.

(Schluß von S. 316 dieses Bandes.)

Gute Resultate erhält man bei Anwendung von 30 bis 34k krystallisirter Soda auf 100° Harz; man verfährt dabei folgendermaßen: 65l Wasser werden in einem Kessel mit indirectem Dampfe erhitzt, darin 30 bis 34k Soda aufgelöst, in die kochende Flüssigkeit langsam 100k grob gepulvertes Harz eingetragen. Unter fortwährender Dampfzuströmung wird nun erhitzt. Die Kohlensäureentwicklung geht in dieser concentrirten