Text-Bild-Ansicht Band 226

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Stein seine Vollendung gibt, die Nachtheile des Staubes gründlich zu beseitigen, und den Arbeitern bei diesem gefährlichsten Theil der Fabrikation gegen die gesundheitswidrige Einwirkung des Staubes vollkommenen Schutz zu verschaffen.

Die Figuren 11 bis 13 stellen die Maschine in der Seiten- und Vorderansicht, sowie im Grundrisse in 1/25 n. Gr. dar; sie ist eine Scheibendrehbank, der Mühlstein bildet das Arbeitsstück, das Werkzeug ist ein rotirender, mit 6 Diamanten besetzter Fräser. Der Mühlstein B ist Mittels Futter a auf der Planscheibe A eingespannt. Ein von einem Rollwagen Z' herabhängender Flaschenzug Z erleichtert die Befestigung des Mühlsteins. Die Drehbankspindel rotirt in einem Lager, dessen Grundplatte ein massives Mauerwerk zur Unterlage hat. Vor dem Mühlstein, welcher in 40 Secunden eine Umdrehung macht, ist der mit Diamanten besetzte Fräser D angeordnet, dessen nähere Beschreibung weiter unten folgen wird. Ein von der Trommel I hergeleiteter Riemen I' ertheilt dem Fräser 3500 Umdrehungen in der Minute. Die Trommel selbst, an deren Achse die feste und lose Rolle K und K' sitzt, wird durch einen Riemen von der Hauptwelle M aus in Umdrehung gesetzt. Der Fräser ist auf einem Schlitten gelagert, welcher auf einem Ständer F in Führungen G, G' senkrecht zur Drehbankspindel läuft, wenn die Schraube II gedreht wird. Der ganze Werkzeugständer läßt sich durch Handhabung des Hebels P vor- und zurückschieben, indem dieser die beiden in die Zahnschienen Q greifenden Getriebe P' in Bewegung setzt.

Die Drehbankspindel wird von der Welle N aus durch das in Fig. 11 und 13 ersichtliche Reibungsvorgelege angetrieben. An einem längs der Welle gleitenden Muff sitzt das Reibungsrad T, welches die Scheibe II dreht, von deren Achse die Bewegung mittels Riemen und Getriebe auf den Planscheibenkranz A geht. Ein Hebel U' mit Gegengewicht drückt die Scheibe U, indem er in der Längenrichtung auf ihre Achse wirkt, mit der erforderlichen Kraft gegen das Reibungsrad T. Diese Bewegungsübertragung hat den Zweck, der Drehbankspindel eine veränderliche Geschwindigkeit zu ertheilen. Indem nämlich der Fräser vom Mittelpunkt des langsam rotirenden Mühlsteins aus in der Richtung seines horizontalen Halbmessers gegen den Umfang sich bewegt, würden bei gleichmäßiger Rotation die Punkte der Mühlsteinfläche mit Hegen die Peripherie zunehmender Geschwindigkeit dem Angriffe der Diamanten begegnen. Es muß daher, um eine gleichförmige Geschwindigkeit an der Angriffsstelle zu erzielen, die Drehgeschwindigkeit des Mühlsteins in dem Maße abnehmen, in welchem die Fräsvorrichtung dem Umfange sich nähert, was durch allmälige Verschiebung des Reibungsrades T