Text-Bild-Ansicht Band 226

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unter der Rücksichtnahme, daß die Augen in der nach oben zu verlängernden Mittellinie der Spindeln liegen müssen.

Die Spindeln sind in einem Hals- und Fußlager drehbar gelagert, wie aus Fig. 13 hervorgeht, und werden von der durch Riemenscheiben R angetriebenen Trommel T und durch Würtel w (wharves) mittels Bändern bewegt. Die Trommel T ist von Weißblech aus mehreren an den Enden durch starke Böden geschlossenen Theilen hergestellt, die durch kurze in den End- und Zwischengestellen gelagerte Achsen mit einander gekuppelt sind.

Die Spulen sind aus Holz, haben stets, wie in Fig. 13 und 14 angegeben, abgerundete Köpfe und eingedrehte Füße, die mit einander durch eine dünne, häufig mit hartem Holz ausgebüchste Röhre verbunden sind. Die Hebungshöhe bleibt stets dieselbe. Die Regulirung des Reibungswiderstandes der Spulen, von welcher früher gesprochen wurde, geschieht durch beschwerte Lederriemchen, Bremsschnüre b (temper bands), welche mittels eines Knotens in Schlitzen der Rückwand der Spulenbank festgehalten, um den eingedrehten Fuß jeder Spule herum in die zahnartigen Riefen der Vorderwand eingelegt und durch Gewichte gespannt sind. Durch Emporheben dieser Riemchen an der Vorderseite und Einlegen in eine andere Zahnlücke der Bank ändert man den Berührungsbogen desselben mit der Spule, also auch die Reibung, und hat hierin ein einfaches Mittel, je nach Bedarf auch die Spannung der Garnfäden vermehren oder vermindern zu können. Die Aufgabe der Spinnerin besteht daher nicht blos darin, daß sie gebrochene Fäden wieder anknüpft, sondern auch, daß sie die Spannungen der Fäden durch Verlegen der Bremsriemen bei fortschreitender Aufwicklung möglichst constant hält. Die Spulenbank ruht, wie in Fig. 13 rechts Punktirt und in Fig. 14 angedeutet ist, auf runden, in der Längenrichtung der Maschine mehrmals (hier nach jeder achten Spindel) vorhandenen, in dem obern und untern Lagergerüst der Spindeln geradegeführten Stangen i. Auf diesen Stangen sind Bügel i₁ befestigt, an welche von den Rollen r kommende Ketten anfassen. Sämmtliche Rollen sitzen auf einer gemeinschaftlichen, durch die ganze Maschine gehenden Achse o, die an mehreren anderen Stellen ebenso große Rollen mit nach hinten herabhängenden, durch Gewichte G₃ beschwerten Ketten trägt. Diese Gewichte sind so schwer, daß die Bank B nur zum Theil abbalancirt ist und immer noch ein Bestreben, nach unten zu gehen, hat. Die Achse ist auf der vordern Seite, außerhalb des Endgestelles, noch mit einer größern Rolle r₁ versehen, welche durch Kette und eine Stellvorrichtung mit dem sich durch Frictionsrolle an das Herz H₁ anlegenden Hebel H