Text-Bild-Ansicht Band 226

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Das Verpacken der Garne geschieht mit der Hand auf Packbänken in der vollen Strähnlänge, und wird jeder Pack an 3 oder 4 Stellen durch umgelegte und verknüpfte mehrfache Gebinde derselben Garnsorte zusammengehalten. Man vereinigt von

Nr. 1/4 in einem Pack 1/16 Bündel
1/2 bis 3/4 1/8
1 bis 1 1/2 1 1,2
1 3/4 bis 3 1/2
3 1/2 bis 5 1
5 1/2 bis 8 1 1/2
9 bis 12 2

Von den Zwirngarnen zwei-, drei- und vierfach enthält in

Nr. 3 bis 5 1/2 ein Pack 1 Bündel einfaches Garn
Nr. 6 bis 8 1 1/2

Eine nähere Beschreibung des Packprocesses übergehen wir, da derselbe allgemeiner bekannt ist, verweisen hingegen auf die tabellarische Zusammenstellung (S. 624) der bezüglichen hauptsächlichsten Mittheilungen.

Es handelt sich noch darum, die Aufstellung des Spinnplanes, d.h. die Anordnung der Vorzüge, Doublirungen und Drehungen, um aus einer bestimmten Menge Rohmaterial ein Garn von gewünschter Feinheit (Nummer) zu erhalten, in Kürze zu besprechen. Vergegenwärtigen wir uns daher nochmals die Art und Weise der Verarbeitung der eingeweichten Jute, so wird zunächst die Größe des Auflagegewichtes auf der Vorkarde, d.h. die auf der Längeneinheit des Zuführungstuches ausgebreitete Jutemenge so gewählt, daß die gelieferten Bänder auf gleicher Länge möglichst ein und dasselbe Gewicht haben. Damit dies annähernd genau erreicht wird, ist mit der Betriebswalze des Zuführungstuches ein die abgewickelten Tuchlängen angebender Zeigerapparat verbunden, und breitet man stets gleiche abgewogene Jutemenge auf ein und derselben Tuchlänge aus. Dieses Verfahren wird dann angewendet, wenn die Speisung der Feinkarden direct mit den Bändern der Vorkarde geschieht. Bezeichnen wir daher mit p das für je 1 Yards des Zuführungstuches aufgelegte Jutegewicht, den Verzug auf der Vorkarde mit v₀, so werden d₁ Bänder derselben in ihren Kannen der Feinkarde vorgesetzt, auf derselben v₁ Mal gestreckt und zu einem einzigen Bande vereinigt. Von diesen Bändern setzt man d₂ in ihren Kannen dem ersten Durchzuge vor, verzieht v₂ Mal, vereinigt sie wieder zu einem Bande, setzt dem zweiten Durchzuge d₃ solcher Bänder vor, die man v₃ Mal streckt und nochmals zu einem Bande zusammenführt. Die Bänder des zweiten Durchzuges werden der Spindelbank einfach vorgesetzt, auf derselben v₄ Mal verzogen und zu Vorgarn