Text-Bild-Ansicht Band 226

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umgewandelt, das man auf der Feinspinnmaschine schließlich noch v₅ Mal streckt und endlich zu Feingarn von der Nummer Ne zusammendreht. Die Gewichtseinheit des auf dem Vorkardentuche ausgebreiteten Rohmaterials ist auf einer Länge von 1/p Yards vertheilt; von dem daraus erzeugten Garne enthält die Gewichtseinheit 300 Ne Yards, mithin muß das Rohmaterial eine totale Streckung erleiden:

Textabbildung Bd. 226, S. 626

welche Streckung demselben auch auf den Maschinen zu ertheilen ist. Der resultirende Verzug auf den Maschinen ist aber gleich dem Producte aus den einzelnen Verzügen, dividirt durch die Producte der einzelnen Doublirungen, also V = (vvvvvv₅)/(ddd₃) = 300 pNe/l woraus beispielsweise das Auflagegewicht sich ergibt:

p = (vvvvvv₅)/(ddd₃) l/300Ne Pfund.

Durch das angegebene – in einigen Fabriken im Gebrauch befindliche – Verfahren erreicht man keine große Genauigkeit in dem Resultate, da trotz des Abwiegens Unregelmäßigkeiten in der Auflage unvermeidlich sind; dennoch ist dasselbe bei den starken Jutegarnen und der großen Hygroskopicität der Fasern, welche ein fortwährendes controlirendes Nachwiegen jeder fertigen Weife Garn unter allen Umständen nothwendig macht, zulässig; nur erfordert es ein häufigeres Aendern eines der Verzüge – gewöhnlich des der Feinspinnmaschine – um die Gewichtsschwankungen innerhalb zulässiger Grenzen zu halten.

Nach einer andern häufiger im Gebrauch befindlichen Methode vereinigt man zunächst mehrere Vorkardenbänder auf der Wickelmaschine zu einem Wickel von bestimmter, durch den Klingelapparat der Maschine markirter Bandlänge K, setzt zwei oder drei derselben von dem Gesammtgewicht P (Ansatzgewicht, Ansatz, set) der Feinkarde vor, welche dann wieder nur ein einziges Band liefert, das wie vorhin beschrieben weiter verarbeitet wird. Das Auflagegewicht g, die Tuchlänge l, sowie der Verzug v₀ auf der Vorkarde und die Doublirung d₁ auf der Feinkarde fallen alsdann außer Rechnung, weil der gesammte Verzug stets sein muß:

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