Text-Bild-Ansicht Band 226

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Spinnplan für die Garnnummern 3/4 bis 12lea.

Textabbildung Bd. 226, S. 629

findet man aber in der Praxis bedeutend höhere Ansatzgewichte und zwar bis zu 125k, dem entsprechend auch stärkeres Vorgarn, weil die Vorbereitung zu klein gegen die Feinspinnerei gewählt wurde, was aber stets auf Kosten der Gleichmäßigkeit der Garne geschieht.

Die Resultate der Rechnung müssen bei Ausführung des Spinnprocesses aus verschiedenen Gründen modificirt werden, damit das Ergebniß desselben verlangtermaßen ausfällt. Zunächst ist der Wassergehalt des Spinnmaterials und die Verdunstung desselben während des Spinnprocesses, sowie der Gewichtsverlust durch Abgang an Staub, Basttheilchen und kurzen Fasern, wodurch das Garn also feiner als beabsichtigt wird, und anderseits die Verkürzung des Garnfadens, also dessen Gewichtszunahme durch die Drehungen auf der Feinspinnmaschine zu berücksichtigen. Da der Feuchtigkeitsgehalt der Luft von wesentlichstem Einfluß auf die Schnelligkeit der Wasserverdunstung und auf den schließlichen Wassergehalt der Faser überhaupt ist (vgl. die bezüglichen Mittheilungen Bd. 222 S. 40) und hierüber, sowie über die wirklich stattfindende Contraction des Garnes auf der Feinspinnmaschine eingehende, längere Zeit hindurch fortgesetzte Beobachtungen uns nicht vorliegen, so verzichten wir darauf, diese Umstände durch Zahlenwerthe auszudrücken. Es kann jedoch allgemein gesagt werden, daß die Contraction – also