Text-Bild-Ansicht Band 228

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Die horizontale Planscheibe ist mit Zahnkranz versehen, in welchen ein Kegelgetriebe eingreift; letzteres sitzt auf einer horizontalen Achse, welche durch Stufenscheibe und ausrückbares Rädervorgelege angetrieben wird. Die zu bearbeitenden Gegenstände werden auf die Planscheibe in gebräuchlicher Weise mittels Kloben oder Spanneisen befestigt, deren Schrauben in den Schlitzen der Planscheibe Gegenhalt finden. Der obere Theil der Maschine zeigt viel Aehnlichkeit mit einer Hobelmaschine und unterscheidet sich thatsächlich nur durch die Anwendung continuirlicher Steuerung, sowie durch Anbringung eines Bohrsupportes neben dem Drehsupporte, welch letzterer von dem gewöhnlichen Hobelsupporte kaum abzuweichen braucht. Der Quersupport ist in der bei Hobelmaschinen gebräuchlichen Art mittels Muttern in Schlitzen an den Ständern geführt und durch eingreifende verticale Schraubenspindeln, welche in den Ständern vertieft liegen, zum Heben und Senken eingerichtet. Dies erfolgt durch Riemenantrieb mittels der oben am Querstücke gelagerten horizontalen Welle und zwei Paar Schrägräder.

Die beiden Supporte können auf dem Quersupporte beliebig gegen einander verstellt werden und gestatten sowohl eine verticale, als beliebig geneigte Einstellung der Messerhalter, welche mittels Zahnstange und Getriebe zugestellt werden. Das Gewicht jedes dieser beiden Messerhalter ist durch ein entsprechend schweres Gegengewicht ausgeglichen, zu welchem Zwecke sich oben auf dem Querstücke zwei Achsen mit je zwei Schnurrollen befinden.

Da der Raum hinter den Ständern nicht frei zu sein braucht, wie bei einer Hobelmaschine, so ist hier eine steifere Verbindung der Ständer unter einander möglich, wie dieselbe auch bei der in Rede stehenden Maschine wirklich zur Ausführung gebracht wurde.

Stoſsmaschine der Ottakringer Eisengieſserei und Maschinenfabrik in Wien.

Mit Abbildungen auf Tafel 7.

Von den gewöhnlichen Constructionen unterscheidet sich diese von Prof. Hauptfleisch in der Oesterreichischen Gewerkszeitung, 1878 S. 7 mitgetheilte und in Fig. 6 und 7 Taf. 7 dargestellte Stoſsmaschine hauptsächlich dadurch, daſs der Stöſsel durch eine Schubstange mit einem Ende eines schwingenden, zweiarmigen Hebels verbunden und durch ein am anderen Hebelende befindliches Gegengewicht ausgeglichen ist. Der Hebel erhält seine Schwingungen vom Zapfen einer Kurbelscheibe, welcher mit einem Gleitstück in einer Coulisse des-