Text-Bild-Ansicht Band 228

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der letzteren ist zwar wechselnd, doch gibt die Analyse III ein Bild der durchschnittlichen Zusammensetzung.

III. IV.
100 Th. Lauge von 1,145 V.-G.
= 18° B. enthielten:
100 Th. Lauge von 1,355 V.-G.
= 38° B. enthielten:
Cu 0,015 Proc 3,71 Proc.
Pb Spur 0,01
FeO 2,14 0,005
Fe2O3 0,15 Bi Spur
Al2O3 0,11 Al2O3 + Fe2O8. 0,29
ZnO 0,06 4,97
MnO 0,31 0,58
CoO + NiO 0,01 0,04
CaO 0,12 Spur
MgO 0,52 0,27
Alkalien 2,61 10,60
Cl 2,56 12,56
SO3 5,89 8,95
As + Sb Spur 0,32
–––––– ––––––
Trockensubstanz 14,495 42,305

Die Endlaugen, durch die Förderung mit Injector auf etwa 50° vorgewärmt, erhitzen sich, mit dem Röstgute in Berührung kommend, bis nahe zum Siedepunkte. Nach völliger Durchdringung der Post wird der Ablaſshahn geöffnet, und läſst man dann so lange frische Endlaugen zuflieſsen, als das Abflieſsende noch blaue Färbung zeigt. Diese erste Periode ist nach 4 bis 5 Stunden beendet und die dabei resultirenden Kupferlaugen haben alsdann die Zusammensetzung der obigen Analyse IV.

Es wird nun nach dieser ersten Laugung mit der in den Kokesthürmen gewonnenen verdünnten Salzsäure 24 Stunden weiter gelaugt und wird das Lösungsmittel zuvor mit Dampf zum Sieden gebracht. Darauf wird die kupferhaltige Lauge abgezogen und es folgt eine dritte Laugung mit verdünnter Schwefelsäure, die auf 8° B. verdünnt und vorher ebenfalls zum Sieden erhitzt wird. Man rechnet auf 5000k Erz 1250k Rohsäure von 50° B. Die Laugung dauert 2 Tage und die Lauge wird nicht früher abgelassen, als bis sie neutral reagirt. Eine Analyse dieser Laugen ergab:

Cu 0,58 Proc.
Fe2O3 + Al2O3 2,13
ZnO 0,06
MnO 0,12
Co + Ni 0,02
CaO 0,07
MgO 0,04
Alkalien 0,62
Cl 0,13
SO3 2,39
–––––
Trockensubstanz 6,160

Die ersten kupferhaltigen Laugen enthalten den gröſsten Theil des