Text-Bild-Ansicht Band 228

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Silbers und werden deshalb von den späteren Laugen, die ein scheidewürdiges Kupfer nicht mehr liefern, getrennt gehalten.

Die Fällgefäſse werden stets mit einigen Centner von Schmiedeeisenabfällen gefüllt gehalten und findet die Ausfällung des Kupfers, um den Vorgang zu beschleunigen, unter Erwärmung statt. Durch Probiren mit einem blanken Eisenstabe wird ermittelt, ob sämmtliches Kupfer niedergeschlagen ist, und sind bis dahin die Laugen zwei bis dreimal zum Sieden zu erhitzen. Je nach der Concentration der Laugen dauert die Fällung 1 bis 3 Tage und rechnet man auf 1k chemisch reines Kupfer etwa 1k Verbrauch an Eisen, was schon andeutet, daſs ein groſser Theil des Kupfers als lösliches Chlorür vorhanden ist.

Monatlich wird das Cementkupfer aus den Fällgefäſsen genommen und in der Kupferwäsche w (Fig. 1) gewaschen, wodurch es von beigemengtem Eisen und Salzen befreit wird.

Das bei 100° getrocknete Cementkupfer hat folgende Zusammensetzung:

Cu 77,45
Pb 0,63
Ag 0,10
Bi 0,006
As 0,04
Sb 0,15
Fe2O3 6,72
Al2O3 0,99
Zn 1,02
Mn 0,02
Co + Ni 0,03
CaO 0,10
MgO + Alkalien 2,71
SO3 4,58
Cl 1,19
In Säuren unlöslich 0,61
Sauerstoff, Wasser, berechnet 3,654
––––––––
100,00.

Man hat neuerdings versucht, einen Theil des Silbers aus den Kupferlaugen durch partielle Ausfällung des Kupfers mit Schwefelnatrium zu gewinnen (vgl. Lunge 1874 214 468), doch sind diese Versuche noch nicht abgeschlossen.

Die Extractionsrückstände enthalten 0,3 bis 0,8 Proc. Kupferrückhalt. Die Analyse ergab:

Fe2O3 79 Proc.
Al2O3 3
MgO und Alkalien 1
CaO 2,5
SO3 5,5
Gangarten, in Säuren unlöslich 6

Es gaben 100 Abbrände etwa 75 Rückstände. Der Gehalt der letzteren an Kupfer wird auf den Oberharzer Hütten, wo dieselben als Zuschlag verwendet werden, noch nutzbar gemacht. Daſs der beschriebene