Text-Bild-Ansicht Band 228

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den Hartig'schen Versuchen der Arbeitsverbrauch für den einzelnen Versuch sich ergibt.

Zunächst sei gestattet, auf einige interessante und wichtige Resultate, die Cornut bei Gelegenheit seiner Versuche erhalten konnte, aufmerksam zu machen.

Der Arbeitsverbrauch einer Spinnereimaschine ist abhängig von folgenden Factoren: 1) Beschaffenheit der Mechanismen, welche die Maschine bilden. 2) Unterschied in der Unterhaltung und Reinhaltung der Maschine, abhängig von der Sorgfalt der Arbeiter. 3) Beschaffenheit des zum Schmieren angewendeten Oeles. 4) Regelmäſsigkeit des Schmierens. 5) Zustand der Maschinentreibriemen. 6) Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt der Luft im Arbeitsraume. 7) Seit dem Ingangsetzen der Maschine verflossene Zeit, besonders wenn die Maschine längere Zeit stillgestanden hat. 8) Gewicht des in der Zeiteinheit verarbeiteten Materials. Unterschiede im Verzüge. 9) Die der Maschine mitgetheilte Geschwindigkeit. 10) Bei den Vor- und Feinspinnmaschinen der nach der Nummer des zu spinnenden Garnes wechselnde Grad der Drehung des Fadens.

Unter Verweisung auf die ausführlichere Darstellung im Civilingenieur, Bd. 22 Heft 3 und 4, welche wir hier auszugsweise benutzen, sei nur bemerkt, daſs durch Anwendung von Mineralölen und selbstthätigen Schmierapparaten eine Ersparniſs bis zu 15 Proc. an Betriebskraft erzielt wurde. Durch die Temperaturunterschiede wurden Differenzen in der nöthigen Betriebskraft bis zu 9 Proc. hervorgerufen.

Die durch die Dampfmaschine, die Transmissionen und Riemen beanspruchte Arbeitsgröſse fand Cornut bei normaler Geschwindigkeit der Maschine von 25 Umdrehungen in der Minute als Mittel aus 82 Versuchen zu 30e,81. Die für die einzelnen Maschinen erhaltenen Werthe sind folgende:

1) Krempeln. 1 Krempel mit 6 Paar Arbeitern und Wendern, 3 Abnehmern, und 3 Krempeln mit 6 Paar Arbeitern und Wendern, 2 Abnehmern ergaben aus 12 Versuchen 8e,42.

2) Anlegen und Durchzüge. Für 14 Maschinen mit 29 Köpfen und 156 Bändern hat sich aus 25 Versuchen ein Mittelwerth von 7e,19 ergeben.

3) Vorspinnmaschinen. 6 Maschinen mit zusammen 330 Spindeln brauchten 8e,67 oder 2e,627 für 100 Spindeln. Resultat aus 27 Versuchen.

4) Hechelmaschinen. 1 Combe'sche Hechelmaschine, gebaut von Combe und Comp., mit 6 Kluppen; 1 Maschine, System Combe, gebaut von Rousselle und Dosche, mit 8 Kluppen; 2 Maschinen, System Lowry, eine mit 6, eine mit 8 Kluppen. Für alle 4 Maschinen 2e,228. 16 Versuche.

5) Feinspinnmaschinen.

8 Maschinen, Zoll engl. Spindeltheilung, zu 68 Spindeln, zus. 544 Spindeln
4 74 296
8 80 640

zusammen 1480 Spindeln für Trockenspinnen, und: