Text-Bild-Ansicht Band 229

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Drehung des Griffes E legt sich die Nase f in die Kerbe der Platte e2 ein, sperrt dadurch diese und verhindert zugleich die Drehung des Griffes zum Zweck des Contactmachens oder der Beseitigung der Verriegelung; wird dagegen von der nächsten Station ein elektrischer Strom durch die Spule des Elektromagnetes F gesendet, so wird die Nase in die Höhe gehalten, fällt nicht in die Kerbe ein und stellt somit der vollen Bewegung des Griffes E kein Hinderniss in den Weg.

Jede der Stangen G ist an ihrem unteren Ende mit einer kurzen Achse H verbunden, welche in passenden, auf dem Hauptrahmen des Hebelverriegelungsapparates angebrachten Lagern liegen; jede dieser Achsen greift mit einem an ihr sitzenden Kurbelarme in einen auf den horizontalen, in der Längsrichtung verschiebbaren Stangen I angebrachten Sattel; auf den Stangen I aber sind entsprechende Ansätze oder Riegel K befestigt, welche in folgender Weise auf die Verriegelung wirken. Wenn nämlich ein Hebel L bewegt werden soll, wird seine Sperrfeder l1 mit der Hand erfasst, so dass der Hebel L dadurch frei gemacht wird, dass das Ende der Stange l2 aus der Kerbe des Quadranten l3 ausgehoben wird; indem aber diese Bewegung sich zugleich dem Bügel l4 mittheilt, wird eine der breiten oder flachen Achsen l5 ein Stück gedreht. Bei der einen Lage der Stange I nun kann sich diese Achse frei drehen in die Lage, welche in Fig. 5 punktirt angedeutet ist; wenn sie aber in diese Lage gedreht worden ist, so verhindert sie eine Bewegung der Stange I in der Pfeilrichtung und verriegelt somit die Stange G; wenn andererseits zuvor G bewegt wurde, so hat sich auch die Stange I in der Richtung des Pfeiles bewegt, so dass sie den Ansatz K gerade über die Verbreiterung der Achse l5 gebracht hat und nun diese Achse nicht mehr in die punktirte Lage gedreht, folglich auch die Sperrfederstange l2 nicht mehr aus der Kerbe des Quadranten ausgehoben werden kann, vielmehr der Haupthebel L fest in seiner Lage erhalten wird.

Der Signalmann vermag demnach nicht eher seine Signalinstrumente auf „Linie frei“ zu stellen, bis er alle Hebel in die richtige Lage gebracht hat; auch muss er den Griff E des Instrumentes B drehen und so der nächsten Station das Signal „Linie besetzt“ geben, bevor er seinen Signalhebel bewegen kann, um einem Locomotivführer das Abfahrtssignal zu stellen. Daher kann kein Zug unangemeldet abgelassen werden, und da der Griff E nicht ohne die Zustimmung des Signalmannes der vorliegenden Station bewegt werden kann, so kann auch das Abfahrtssignal am Bahnhofsausgange nicht ohne die Zustimmung des dortigen Signalmannes bewegt werden.

In einzelnen Fällen werden Verriegelungen von abweichender Form erforderlich, wie bei K in Fig. 5, in welchem Falle der Riegel K' auf der Stange I drehbar befestigt ist; die Folge davon ist, dass, wenn die darunter liegende Achse l5 zuerst in die punktirte Lage