Text-Bild-Ansicht Band 229

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Kennedy und Naylor in Leeds, unter welchen besonders Interesse die Werg-Kämmmaschine verdient, deren Product vorzüglich ist; ferner der Damast-Kraftstuhl von H. Livesey in Blackburn, welcher 175 Schuss in der Minute macht.

Fig. 8., Bd. 229, S. 206
Fig. 9., Bd. 229, S. 206
Fig. 10., Bd. 229, S. 206

An der linken Wand befindet sich in der englischen Abtheilung das schöne Modell eines Krahnes mit mechanischer Füllung und Entleerung des zangenartig wirkenden Fördertroges von Gebrüder Priestman in Hüll und London. Dieser Krahn eignet sich in ausgezeichneter Weise zum Entleeren von Schiffen, deren Ladung in Getreide, Sand u. dgl. besteht. Dem gewöhnlichen Mechanismus eines Drehkrahnes ist eine Vorrichtung beigegeben, durch welche die aus zwei mittels Gelenken verbundenen Theilen f bestehende Förderschale geöffnet und geschlossen werden kann. Ist die Förderschale oder der Fördertrog auf das Getreide niedergelassen (Fig. 8) und befinden sich die Schalenhälften in der gezeichneten Lage, so wird durch Anziehen an der Kette k1, welche auf t1 (Fig. 9) aufgewickelt ist, die Welle w gedreht, indem sich die Kette abwickelt; hierdurch werden die beiden Ketten c1, c2, welche von ihren Trommeln in entgegengesetzter Richtung ausgehen, aufgewickelt und ziehen hierdurch die Stange s nieder, welche, indem sie mit den Armen a verbunden ist, bei ihrem Niedergange das Schliessen der Förderschale bewirkt (Fig. 10). Ist die Förderschale geschlossen, so werden beide Ketten k1, k2 gleichzeitig und gleichviel angezogen und so die Schale gehoben. Hierauf wird der Krahn gedreht, bis die Förderschale über jenes höhere Behältniss (Wagen o. dgl.) gebracht ist, in welches die Entleerung stattfinden soll, und diese dann dadurch erzielt, dass nur die Kette k2 angezogen wird. In Fig. 9 sind die Schalen f und Arme a weggelassen.

In der 3. Abtheilung der englischen Maschinenausstellung befinden sich Maschinen für Typographie (Walter-Presse etc.), Wollwasch- und