Text-Bild-Ansicht Band 229

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nicht ebenfalls geheizt, so würde die Condensation an den Cylinderwandungen noch viel grösser sein, als sie ohnehin schon ist, und ein Theil dieses Wassers würde beim Auspuffen in den Condensator auf Kosten der Cylinderwärme verdampfen und durch die vermehrte Dampfmenge das Vacuum verschlechtern.

Der Werth von ε beträgt bei den angeführten 4 Versuchen nach der Hallauer'schen Rechnung bezieh. 6,05, 5,90, 6,65, 5,45 Proc. von Q, nach der Correctur des Werthes von L2 jedoch 7,61, 7,30, 8,07 und 6,91 Proc. von Q, d.h. er ist nahezu constant, wie dies auch bei der Hirn'schen Maschine mit Ueberhitzung der Fall ist, wo er 10 bis 12 Proc. beträgt bei Füllungen von1/7 bis ½ mit und ohne Drosselung.

Regulirung der Steuerung. Ingenieur Hallauer liess für den grossen Cylinder einen neuen Schieber mit grösserer Ueberlappung anfertigen und gab dem Excenter einen grösseren Voreilungswinkel. Hierdurch wurde erstens die Vorausströmung am grossen Cylinder vergrössert, was jedoch nur geringen Erfolg hatte, weil die Dampfwege nur einen Querschnitt = 3 Proc. der Kolbenfläche haben; es wurde zweitens die Voreinströmung am grossen Cylinder vergrössert, wodurch der Spannungsunterschied in beiden Cylindern bei Beginn des Kolbenweges von 0,793 auf 0,275 und in Mitte des Kolbenweges von 0,087 auf 0k,075 für 1qc sank; endlich wurde der grosse Cylinder schon bei ¾ statt 0,9 Kolbenweg abgesperrt, also eine starke Compression im kleinen Cylinder erzielt. Zugleich wurde die Heizfläche der Kessel vergrössert und es ergab sich hiermit im J. 1877:

Indicirte Pferdestärke 185,75 267,85 347,16
Stündlicher Verbrauch für 1e 9,730 8,739 8,614
Für 1e absolut 7,384 6,945 7,112
Auspuffwärme ε in Proc. von Q nach Hallauer 3,5 1,32 3,38
Dieselbe corrigirt vom Referenten 5,12 3,39 5,18.

Der Vergleich mit den früheren Versuchen zeigt, dass das günstigste Consumverhältniss für die absolute Pferdestärke bei mässiger Drosselung stattfindet, wo die Maschine 270 bis 280 statt 347e liefert, dass jedoch in Folge der Regulirung der Steuerung der kleinste Speisewasserverbrauch für die indicirte Pferdestärke und Stunde nun bei der höchsten Leistung, also geringsten Drosselung stattfindet. Die specifische Dampfmenge am Ende des Kolbenweges im grossen Cylinder stieg von 89,68 Proc. im J. 1876 auf 94,61 Proc. im J. 1877, deshalb sank die Auspuffwärme ε von durchschnittlich 7,5 auf 4,5 Proc. Dies rührt einerseits her von der vergrösserten Kesselheizfläche, wodurch die mitgerissene Wassermenge von 5 auf 2,9 Proc. reducirt wurde, andererseits von der starken Compression, wodurch die zwischen beiden Schiebern eingeschlossene Dampfmenge von 0,0556 auf 0k,1006 erhöht wurde, was zur Folge hatte, dass die specifische Dampfmenge nach 0,1 des Kolbenweges bei 247 bezieh. 268e indicirt von 67,94 auf 71,56 Proc. stieg. Mit allem Rechte empfiehlt Hallauer dem grossen