Text-Bild-Ansicht Band 230

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Schwefelsaures Natron 19,662123
Schwefelsaure Magnesia 18,449451
Schwefelsaurer Kalk 1,321938
Schwefelsaures Kali 0,132943
Chlornatrium 1,424068
Doppelt-kohlensaure Magnesia 1,114434
Doppelt-kohlensaures Eisenoxydul 0,002840
Kieselsäure 0,011218
–––––––––
Summe 42,119015
Kohlensäure, völlig freie 0,012683
–––––––––
Summe aller Bestandtheile 42,131698.

Ferner Spuren von Lithion, Strontian, Phosphorsäure, Salpetersäure, Borsäure, Brom, Jod, organische Stoffe und Stickstoff. Fresenius zeigt durch verschiedene Reactionen, dass der alkalisch reagirende Bestandtheil dieses Wassers Magnesiumbicarbonat ist, welches sich beim Kochen als basisch kohlensaure Magnesia abscheidet, während aller Kalk als schwefelsaurer gelöst bleibt. (Zeitschrift für analytische Chemie, 1878 S. 461. Vgl. 1878 230 139.)

Ueber die Löslichkeit des Kalkes in Wasser.

Nach den Versuchen von A. Lamy (Comptes rendus, 1878 Bd. 86 S. 333) ist die Löslichkeit des Kalkes verschieden nach der Abstammung desselben, der Dauer der Einwirkung u. dgl. Nachfolgende kleine Tabelle gibt den Kalkgehalt von 1k Kalkwasser bei verschiedenen Temperaturen, und zwar unter I des durch Glühen von aus Nitrat gefälltem Carbonat hergestellten, unter II von geglühtem Marmor und unter III entwässertes Kalkhydrat.

Temperatur I II III
g g g
1,362 1,381 1,430
10 1,311 1,342 1,384
15 1,277 1,299 1,348
30 1,142 1,162 1,195
45 0,996 1,005 1,033
60 0,844 0,868 0,885
100 0,562 0,576 0,584

Zur Untersuchung der Chinaalkaloide; von M. Rozsnyay.

Nach den Versuchen des Verfassers zeigt eine 5proc. Lösung im Polarisationsapparat folgende Ablenkungen: Chinin links – 22°, Conchinin rechts + 31, Cinchonidin links – 14 und Cinchonin rechts + 25°. Er zeigt an Beispielen wie man hiernach den Gehalt der käuflichen Alkaloide mittels des Polarisationsapparates bestimmen kann. (Nach M. Rozsnyay: Studien über die qualitative und quantitative chemische Analyse der Chinaalkaloide. [Arad 1878. Ungerleider und Hatos.] Vom Verfasser gef. eingesendet.)

Verfahren, Stärkemehl durch Einwirkung von Kohlensäure in Dextrin oder Traubenzucker überzuführen.

F. M. Bachet und F. D. Savalle in Paris (D. R. P. Nr. 1837 vom 9. December 1877) haben gefunden, dass Stärke, Gerste, Mais u. dgl. mit Wasser zerrieben und bei 60° in einem verschlossenen Gefäss mit Kohlensäure behandelt, dann mit Hefe unter gewöhnlichen Umständen in Gährung versetzt, so viel Alkohol gibt, als dem ganzen Stärkegehalt des so behandelten Stoffes entspricht.

Ueber Trauben und Wein.

Im Schlussbericht der bereits (1878 229 565) erwähnten Verhandlungen des 3. Congresses des deutschen Weinbauvereines finden sich noch folgende interessante Mittheilungen.