Text-Bild-Ansicht Band 221

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Figur 29 stellt den Durchschnitt einer von H. Fischer construirten Luftpumpe in natürlicher Größe dar. Das Wasser tritt bei A ein, strömt durch die enge Düse a, reißt die durch B eintretende Luft mit sich fort, passirt die Enge bei b und fließt bei C ab. Die drei Rohrmündungen A, B und C können durch Gummischläuche mit den entsprechenden Leitungen verbunden werden, der Hals D wird in ein Stativ eingeklemmt. Die Pumpe kann daher auf jedem Tisch verwendet werden, der mit Wasserzufluß und Ableitung versehen ist.

Da bei den meisten Arbeiten die Kenntniß der genauen Luftverdünnung nicht erforderlich ist, so ist ein nur 50mm großes Vacuummeter (Schinz'sche Röhre) auf die Pumpe geschraubt, welches die Handlichkeit derselben nicht wesentlich stört. Bei einem Wasserdruck von 10m liefert die Pumpe ein Vacuum, das nur 1 bis 2cm vom Barometerstand abweicht; sie gebraucht hierzu verhältnißmäßig wenig Wasser und kann nicht leicht in Unordnung kommen.

Die Firma Dreyer, Rosenkranz und Droop in Hannover liefert diese Pumpe für 17,50 M., mit Vacuummeter für 30 M.

F.

Gasapparat für quantitative Löthrohrproben; von Professor J. Hirschwald in Berlin.

Mit Abbildungen auf Taf. IV [b.c/2].

Der von Plattner so sinnreich ausgestattete Löthrohrapparat entspricht in einer Weise allen Anforderungen, daß seither kaum eine nennenswerthe Aenderung desselben vorgeschlagen worden ist. Bedient man sich jedoch zur Ausführung quantitativer Proben des Leuchtgases, so läßt sich für diesen Fall die Vorrichtung wesentlich zweckentsprechender gestalten Seit mehreren Jahren benütze ich für den Unterricht in der Probirkunde an der kgl. Gewerbe-Akademie den nachstehend beschriebenen einfachen Apparat, der sich in jeder Hinsicht vorzüglich bewährt.

Ein gewöhnlicher Bunsen-Brenner ist mit folgender Ausrüstung versehen: An Stelle der Brennerröhre wird ein dünnes Rohr a (Fig. 30) mit feiner Spitze aufgeschraubt, welches zur Einführung atmosphärischer Luft mittels eines Kautschukgebläses dient. Hierüber schiebt sich ein weiteres Rohr b mit seitlichem Einlaß zur Einführung des Leuchtgases. Auf diese Weise ist der Bunsen-Brenner bequem in ein verticales Löthrohrgebläse zu verwandeln und läßt sich schnell wieder für seinen ursprünglichen