Text-Bild-Ansicht Band 221

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fand sich das Kupfer schließlich in einer in Wasser unlöslichen Form von wahrscheinlich Kupferoxyd. Man benützt dort norwegische Schwefelkiese, die wenig Arsen enthalten, so daß also auch die Schwefelsäure reiner ist als in hiesigen Fabriken, welche irische und spanische Kiese gebrauchen. In der hiesigen Muspratt'schen Fabrik hatte man mit einer Temperatur von 390 bis 415° gearbeitet.

Die Salzsäure, welche sich in den ersten Kühlgefäßen aus Sandstein condensirte, wurde ebenfalls untersucht. 4l,5 derselben (vom specifischen Gewichte 1,145) wurden eingedampft bis zu einem steifen zähen Brei von blaß grüngrauer Farbe. Dieser Brei, welcher in seiner physikalischen Beschaffenheit Aehnlichkeit hatte mit der Substanz, welche die Thonkugeln überkleidete, nachdem sie einige Zeit an der Luft gelegen hatten, wurde mit wenig Wasser behandelt, wodurch eine grüne Lösung entstand, welche jedoch beim Verdünnen mit Wasser weißes Sb₂O₃ abschied. Die grüne Lösung ergab bei der Analyse folgende Gewichtsmengen:

g
BaSO₄ 98,400
Se 0,310
Cl 3,550
Fe₂O₃ 1,463
Al₂O₃ 7,973
CaCO₃ 1,700
PbSO₄ 0,080
Cu 0,779
Mg₂P₂O₇ 2,820
SiO₂ 1,220
Na₂SO₄ 0,952
2 (NH₄, Mg, AsO₄) + aq 10,585
Sb₂S₃ 3,382.

Der vom Wasser nicht aufgenommene Theil wurde mit Salzsäure gelöst und lieferte folgende Mengen:

g
BaSO₄ 1,960
Fe₂O₃ 0,045
Al₂O₃ 0,100
CaCO₃ 0,428
PbSO₄ 0,640
Mg₂P₂O₇ 0,104
SiO₂ 0,168
Na₂SO₄ 0,160
2(NH₄, Mg, AsO₄) + aq 0,133
Sb₂S₃ 0,036.

Diese Analyse wurde ebenfalls in zwei Theilen ausgeführt, nicht wie jene erste, um mit einiger Sicherheit die verschiedenartigen Verbindungen