Text-Bild-Ansicht Band 221

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Proben 9 bis 16 und 21 bis 23, und für gleiche Geschwindigkeiten während der Proben 14 und 26 wurde in der letztern eine 2 1/2 mal so hohe Zersetzung beobachtet wie in der erstern. Während der Probe Nr. 24 war die Geschwindigkeit fast doppelt so groß, als während der Probe 22, und trotzdem war die Zersetzung mehr als doppelt so groß.

Der Einwand, daß die Temperatur der Thonkugeln während der drei letzten Proben gesteigert worden war, ist wohl hinfällig, da eine daraus entspringende Begünstigung der Zersetzung durch die lange Zeitdauer, während welcher die Thonkugeln Chlor generirten, ausgeglichen wird. Da bis jetzt noch keine Verflüchtigung von Kupferchlorid stattgefunden hatte, so ist anzunehmen, daß der Apparat am Schluß des Versuches im Stande war, bei mäßiger Steigerung der Temperatur, noch mehrere Stunden lang Chlor zu entwickeln.

Nachdem die Verbrennungsröhre erkaltet, und aus der umkleidenden Kupferhülse herausgenommen war, wurden an den Thonkugeln folgende Veränderungen wahrgenommen: Im vordern Theil der Röhre sahen die Thonkugeln weiß aus; sie wurden herausgenommen und ihr Gewicht zu 63g,75 gefunden. Dieselben enthielten an löslichen Substanzen:

In Wasser löslich. In HCl löslich. Zusammen.
Proc. Proc. Proc.
Cu 1,28 : 63 1 1,20 1 2,48 1
SO₃ 2,35 : 80 1,5 0,44 0,28 2,79 0,9
Fe₂O₃ 1,00 : 160 0,3 3,33 1 4,33 0,7

Im hintern Theil der Röhre sahen die Kugeln roth aus, und enthielten in den Zwischenräumen krystallisirtes Kupferchlorid in braunen filzigen Krystallmassen. Der ganze Inhalt herausgenommen, wog 16g,4 und ergab folgende Quantitäten von löslichen Substanzen:

In Wasser löslich. In HCl löslich. Zusammen.
Proc. Proc. Proc.
Cu 3,53 : 63 1 0,46 1 3,99 1
SO₃ 3,30 : 80 0,71 0,72 1,2 4,02 0,79
Fe₂O₃ 1,70 : 160 0,2 1,60 0,13 3,30 0,3

Darauf wurde die nunmehr leere Verbrennungsröhre mit Salzsäure ausgewaschen und ergab noch, auf die Gesammtmenge der benützten Thonkugeln von 80g, 15 berechnet, an löslichen Substanzen: