Text-Bild-Ansicht Band 221

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die hintere Fläche des Schlagbolzens D freigelegt. Letzterer kann nunmehr zurückgehen und wird hierzu durch die auf das Zündhütchen im Patronenboden wirkenden und dasselbe zurückdrückenden Pulvergase veranlaßt. Der Schlagbolzen wird so weit zurückgeführt, daß er nicht nach vorn über die Verschlußstückfläche hervorsteht und dadurch Veranlassung zu Hemmungen gibt.

Die Waffe erfordert somit zum Laden nur zwei Griffe, nämlich

1) Niederlegen des Hebels, d.h. Oeffnen des Gewehres,

2) Hochheben des Hebels, d.h. Schließen des Gewehres.

Die Ruhestellung wird, wie schon erwähnt, durch den Pivotbolzen B des Verschlußstückes C in der Weise bewirkt, daß dieser um etwa 90° nach vorn gedreht wird. Dadurch gelangt die in ihm enthaltene Auslassung k nach oben, der volle Bolzentheil nach unten, derselbe legt sich mit seiner runden Fläche gegen die vordere Fläche des Schlagstückes F, drückt es noch etwas zurück, so daß es nicht vorschnellen kann; außerdem ist aber auch das Herausheben der Stange P aus der Rast unmöglich, da die Schlagfeder O gespannt ist, d.h. ihre beiden Arme dicht auf einander gepreßt sind. Da nun der obere Arm q durch das Schlagstück F an einem Ausweichen nach oben verhindert wird, so ist dadurch auch der untere Arm p in seiner Stellung fixirt, und da gegen dessen untere Fläche sich wieder der hintere Theil der Stange P legt, so kann diese ebenfalls nicht gehoben, ihr vorderer Schnabel r also auch nicht aus der Rast entfernt werden. Die Ruhestellung ist daher absolut sicher, da der Pivotbolzen B durch seine Feder E an einem freiwilligen Drehen verhindert wird.

Was das Auseinandernehmen und Zusammensetzen der Waffe betrifft, so ist dasselbe, sobald nur eine oberflächliche Reinigung erfolgen soll, leicht, wenn auch nicht ohne Anwendung eines Schraubenziehers ausführbar.

Um das Verschlußstück C aus der Hülse A zu entfernen, ist nur die Herausnahme des Pivotbolzens B erforderlich. Letzteres erfolgt, indem man seine Feder E niederdrückt und ihn dann seitwärts aus der Hülse A herauszieht. Alsdann wird das Gewehr mit dem Laufe nach unten gekehrt, und fällt das Verschlußstück C aus der Hülse A heraus. Zum Entfernen des Schlagbolzens D aus letzterm ist das Herausschrauben der seine Vor- und Rückwärtsbewegung begrenzenden Schraube b erforderlich.

Um die übrigen Schloßtheile aus einander zu nehmen, muß die Kreuz- und Abzugsblechschraube entfernt werden, worauf man das Abzugsblech G aushaken und mit den an ihm befindlichen Schloßtheilen abnehmen kann. Der Ejector H fällt nach der Abnahme des Abzugsbleches G von selbst aus dem Schafte heraus.