Text-Bild-Ansicht Band 221

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der verschobenen Stifte s auf die geneigte Fläche f jenes Sperrkegels a und hebt diesen Sperrkegel aus den Zähnen des Zahnkranzes cc aus; dadurch wird die Dose D frei, dreht sich sprungweise gerade um die Länge des eben mittels der Stifte s vorbereiteten Schriftzeichens nebst dem hinter dem Zeichen nöthigen Zwischenraume und bringt so zugleich wieder frische, noch unverschobene Stifte vor die Stößer n. Zu diesem Zwecke ist die erwähnte geneigte Fläche f des Sperrkegels a etwas breiter, als die innerhalb eines Schriftzeichens vorkommenden, an der Dose D durch nicht verschobene Stifte s wiedergegebenen Zwischenräume; der Sperrkegel a kann daher der Wirkung einer ihn gegen den Zahnkranz drückenden kleinen Feder nicht früher nachgeben und sich nicht früher wieder in die Zähne c einlegen, als bis sämmtliche verschobene Stifte s, d.h. das ganze eben vorbereitete Schriftzeichen, an seiner geneigten Fläche f vorüber gegangen sind. Eine weitere Verbreiterung dieser Fläche f sorgt endlich noch für die Zugabe des vorgeschriebenen Zwischenraumes hinter dem eben vorbereiteten Schriftzeichen. Hält der Telegraphist eine Taste T niedergedrückt, so hindern die zur Verschiebung der Stifte s in die Dose D hineingetretenen Stößer n die Umdrehung der Dose D doch nicht, weil diese Stößer n etwas beweglich gemacht und an ihrem vordern Ende so geführt sind, daß sie schräg seitlich etwas ausweichen können.

Beim Niederdrücken der in der Claviatur zwischen den Tasten c und m liegenden „weißen“ Taste, welche blos die Zwischenräume zwischen je zwei Schriftzeichen oder Wörtern erzeugen soll und deshalb keine Stifte verschieben darf, wird die Drehung der Dose D auf andere, rein mechanische Weise durch die Taste T selbst hervorgebracht.

Zum Abtelegraphiren der so vorbereiteten Morseschrift dient ein zwischen zwei Contactschrauben b und d (Fig. 15) hin und her gehender, dem gewöhnlichen Morsetaster ganz entsprechender zweiarmiger Contacthebel C. Eine Spannfeder q strebt beständig den Hebel C mit seinem obern, federnden Arme an die Ruhecontactschraube b heranzudrücken. Vor der Dose, an derjenigen Seite derselben, auf welcher die Stifte s vorstehen, läuft ferner ein Arm oder Zeiger i um, welcher mit seiner nachgiebig gemachten, schräg abgestumpften Spitze die verschobenen Stifte s in ihrer nach innen liegenden Rundung überstreicht; so oft nun der Arm i auf einen verschobenen Stift s trifft und später denselben wieder verläßt, geht er in radialer Richtung in seiner Führung v ein wenig hin und her und überträgt diese Schwingungen zugleich auf einen kleinen, in der (auf ein und dieselbe Achse mit der Dose D aufgesteckten) Nabe des Zeigers i eingelagerten Winkelhebel r, welcher