Text-Bild-Ansicht Band 221

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durch zwei an den beiden Seiten der Kette anstreifende Rollen R wieder in ihre Ruhelage zurückversetzt. Zwischen den Rädern U₁ und g bildete die Kette K eine Schleife, welche durch eine Feder F oder ein Gewicht gespannt erhalten wurde und um so größer war, einen je größern Vorrath von Schriftzeichen der Telegraphist vorbereitet hatte, welcher noch des Abtelegraphirens harrte. Dieser Kettenschriftgeber wurde weder durch ein Gewicht, noch durch eine Feder getrieben, sondern es wurde beim Niederdrücken einer Taste zugleich mittels eines besondern Hebels der erforderliche Anstoß zur Bewegung gegeben.

3) Der Schnelldrucker ist, wie schon erwähnt wurde, ein Typendrucktelegraph; sein Zeichengeber, welchen die Figur 19 [c/2] im Durchschnitte zeigt, hat die nämliche Einrichtung wie der Dosenschriftgeber. Das auf der Claviatur abgespielte Telegramm wird bei ihm auf einer der oben beim Dosenschriftgeber beschriebenen Dose übrigens ganz ähnlichen Dose D, jedoch mittels zweier Gruppen von Hebeln H₁ und H₂ in links oder rechts aus der Dose hervorgestoßenen Stiften ss vorbereitet und dann mittels zweier, ebenfalls zugleich mit der Dosenachse umlaufenden Arme oder Zeiger i₁ und i₂ und zweier von jenen Armen bewegten Contacthebel C₁ und C₂ automatisch abtelegraphirt. Beides geschieht ganz so wie beim Dosenschriftgeber und auch mittels ganz ähnlicher Theile, welche in Figur 19 mit denselben Buchstaben bezeichnet sind, wie in Figur 15. Das Einstellen des Typenrades, welches den zu telegraphirenden Buchstaben an die Stelle bringt, wo er auf den Papierstreifen aufgedruckt werden kann, wird durch positive und negative Ströme von gleicher Länge bewirkt, von denen die einen durch die rechts aus der Dose vorstehenden, die andern durch die links vorstehenden Stifte in die Leitung gesendet werden. Dabei ist aber ein doppeltes Echappement an dem Typenrade angebracht, und zwar dreht das durch die Ströme der einen Richtung bewegte Echappement das Typenrad sprungweise um je vier Buchstaben auf einmal fort, das durch die entgegengesetzt gerichteten Ströme bewegte Echappement läßt es nur Schritte von je einem Buchstaben machen. Da nun die Ziffern und sonstigen Zeichen gar nicht mit in die Claviatur aufgenommen worden sind, sondern durch Buchstaben ausgedrückt werden sollen, welche in ein im voraus bestimmtes Einschlußzeichen eingeschlossen werden, so ist es möglich geworden, das Typenrad durch höchstens acht Ströme auf jedes Schriftzeichen einzustellen. Dabei mußte aber das 27. Feld des Typenrades leer bleiben, weil in der gewählten Weise 27 Schritte durch acht Ströme nicht gemacht werden können, sondern erst durch neun (sechs Schritte zu je 4 und drei Schritte zu je 1 Buchstaben). Es bleiben demnach 31 Felder des Typenrades