Text-Bild-Ansicht Band 221

Bild:
<< vorherige Seite

Die Resultate der vom technischen und administrativen Militär-Comité programmgemäß durchgeführten Untersuchungen sind in der voranstehenden Tabelle möglichst gedrängt zusammengestellt, und auch die von der Commission über jedes einzelne Sprengmittel gesprochenen Gutachten in kurzen Schlagworten angegeben.

Die Mittheilung dieser Resultate darf sich natürlich nur auf jene Daten erstrecken, aus welchen eine genauere Kenntniß der chemischen Zusammensetzung der untersuchten Sprengmittel, soweit diese heute noch als Geheimniß des Fabrikanten anzusehen ist, nicht geschöpft werden kann. Statt dieser auf den chemischen Bestand bezüglichen Daten sind indeß jene augenfälligen Kennzeichen angegeben, durch welche sich jedes der untersuchten Präparate von andern ähnlichen Sprengmitteln unterscheidet, mit Hilfe deren also die Identität dieses Stoffes selbst von Laien mit einiger Sicherheit nachgewiesen werden kann.

Zum Schlusse der vorstehenden Mittheilungen sei noch erwähnt, daß alle jene Sprengmittel, für welche die Bewilligung zum öffentlichen Verkehr schon vor der Zusammensetzung der vorgenannten Untersuchungscommission provisorisch erflossen war, von dieser Commission einer eingehenden Untersuchung noch nicht unterzogen wurden, und einstweilen auch ohne diese Untersuchung provisorische Zulassung bis zu jenem Zeitpunkte behalten, wo, wie bereits gesagt, die Verhandlungen bezüglich des Pulvermonopols in Oesterreich einem definitiven Abschlusse zugeführt sein werden.

Diese Sprengmittel sind nebst dem als Vergleichspulver der andern Nitroglycerin-Sprengpulver dienenden Kieselguhr-Dynamit (Dynamit I): „Dynamit II“ und „Dynamit III“ von Nobel und Comp., das „Weiße Dynamit“ und das „Kohlen-Dynamit“ von Wittmann, Freyler und Comp., das „Diorexin“ von W. Pancsera und das „Haloxylin“ von Gebrüder Fehleisen. Ueber die äußeren Merkmale dieser Sprengmittel, sowie über die Methode der chemischen Untersuchung von Sprengmitteln überhaupt soll später berichtet werden.

Ueber krystallisirtes Ultramarin; von Ferd. Fischer.

Mit Abbildungen.

L. Grünzweig und R. Hoffmann berichten zuerst in den Notizen für die Jury der Weltausstellung zu Wien über die Krystallisation des Ultramarins. Bei den ersten Versuchen zur Isolirung des