Text-Bild-Ansicht Band 220

Bild:
<< vorherige Seite

festgestellt war, wurde nun reinster Kali- sowie Ammoniakalaun titrirt. Folgende Versuche wurden mit aus Natrium dargestellter kohlensäurefreier Lauge ausgeführt.

g,8793 Kalialaun enthalten 0g,09525 Al2 O3, gebunden an 0g,22237 SO3; hiervon wurden entzogen 0g,21311 SO3. Hieraus ergibt sich die Zusammensetzung des Niederschlages:

Gefundenes Atomverhältniß 11 575 : 92 656
Berechnetes Atomverhältniß 11 575 : 92 600
1 At. SO3 auf 8 At. Al2 O3.

b) Controlversuche, z. Th. mit gewöhnlicher, aus krystallisirter Soda hergestellter, etwas kohlensäurehaltiger Lauge.

Eine bestimmte Menge Kalialaun gab ab 0,565, sollte verlieren 0g,564 H2 SO4. In Kalialaun waren vorhanden 0,2777 und wurden gefunden 0g,2794 Al2 O3.

In Ammoniakalaun

Vorhanden gefunden
g g
0,3880 0,3882 Al2 O3
0,1797 0,1799 Al2 O3
0,2118 0,2124 Al2 O3

c) Neben ca. 1g etwas Eisen enthaltendem Alaun waren vorhanden 6mg,2 freie H2 SO4. Nach der Entscheidung von sechs Beobachtern wurden gefunden mindestens 5,9 und höchstens 6mg,4.

 Ueber Jones und Walsh' Verfahren zur Sulfatfabrikation; von Professor Dr. Georg Lunge in Zürich.

Mit Abbildungen auf Taf. IV [c/3].

Erst vor Kurzem habe ich in diesem Journale (*1875 218 416) eine ausführliche Beschreibung des schon längst bekannten Apparates von Hargreaves zur Fabrikation von Sulfat (Glaubersalz) nach seiner neuen Methode gegeben, und schon bin ich wiederum in der Lage über ein Verfahren zu berichten, welches einen so enormen Fortschritt in der Fabrikation desselben Artikels aus Kochsalz und Schwefelsäure darstellt, daß vermuthlich das Uebergewicht der Vortheile, welches eine Zeit lang sich auf Hargreaves' Verfahren zu neigen schien, wieder ganz und gar der ältern Methode zufallen wird.

Wie allbekannt, wird in allen größern Fabriken das Kochsalz mit Schwefelsäure von 55 bis 60° B. in großen gußeisernen Schalen erhitzt, und wenn die Masse bis zur dicken Breiconsistenz concentrirt ist, wird sie nach dem Calcinirofen hinübergeschafft, um dort fertig gemacht zu