Text-Bild-Ansicht Band 220

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Regulirung läßt sich in beliebiger Entfernung bewerkstelligen, ohne daß man den eigentlichen Beleuchtungsapparat anzurühren braucht. Ein Unterbrecher d gestattet überdies, den lichterzeugenden Strom nach Belieben zu schließen oder zu unterbrechen.

Die Lampe Figur 31 selbst besteht, wie die gewöhnlichen elektrischen Lampen, aus zwei langen Graphitstiften, welche an Zahnstangen befestigt sind. Letztere sind auf geeignete Weise äquilibrirt und stehen unter dem Einflüsse zweier besondern Uhrwerke, welche von einem und demselben Federhaus ihre Bewegung herleiten. Mit dem letzten beweglichen Theile jedes dieser Mechanismen ist eine Ein- und Ausrückvorrichtung verbunden und diese von einem eigenthümlichen elektromagnetischen System abhängig, welches einerseits mit der Schraube p, anderseits mit der Schraube q des Relais in elektrischer Correspondenz steht. Das Räderwerk beider Mechanismen ist so berechnet, daß im Momente des Vorrückens oder des Rückganges die Bewegung der Kohlen so vor sich geht, wie es die Erhaltung der fixen Lage der Lichtquelle verlangt.

Der Apparat läßt sich vermöge dieser Anordnuug zu vielerlei Zwecken praktisch anwenden, z. B. für militärische Operationen, für die Schifffahrt, für theatralische Darstellungen, für submarine Untersuchungen und selbst für optisch-physikalische Versuche; denn ein kleiner, an den beiden Zahnstangen angebrachter Mechanismus gestattet die Ortsveränderung des leuchtenden Punktes in verticalem Sinne, um denselben in den Brennpunkt der projicirenden Linse zu bringen.

Das System läßt sich an bereits bestehenden Regulatoren anbringen, welche dadurch empfindlicher werden. Von dem Grade der auf diese Weise erreichbaren Empfindlichkeit kann man sich einen Begriff machen, wenn man erwägt, daß bei dem Haugh'schen Barometrographen, wo ein solches System in Anwendung gebracht ist, sich die Bewegungen der Quecksilbersäule ungefähr bis auf genau 0mm,014 abschätzen lassen.

Bei dem Figur 30 dargestellten Modell ist die Batterie, welche die Elektromagnete der Lampe in Function setzt, in den Sockel des Relais eingeschlossen. Es ist dieses eine kleine tragbare Säule mit einer Lösung von schwefelsaurem Quecksilberoxyd als elektromotorischer Flüssigkeit. Uebrigens wird diese Säule entbehrlich, wenn man die Inductionsströme benützt, welche durch die Intensitätsänderungen des das elektrische Licht erzeugenden Batteriestromes in besondern Inductionsspulen erregt werden, womit man die Spulen des Relais-Elektromagnetes umgibt. (Nachdem Comptes rendus, 1876 t. 82 p. 280).

P.