Text-Bild-Ansicht Band 220

Bild:
<< vorherige Seite

starken Glascylinders brennt. Die obere Platte ist haubenförmig gestaltet und mit einem cylindrischen, oben offenen Aufsatz W versehen, innerhalb dessen ein Lippenventil V aus Gummi sich befindet, welches unter dem auf dasselbe einwirkenden Wasserdruck geschlossen ist und sich nur dann öffnet, um Verbrennungsproducte austreten zu lassen, wenn die Spannung der letztern im Innern der Lampe den ihm entgegenwirkenden Wasserdruck übersteigt.

Der untere Theil der Lampe besteht aus einem aus drei Metallfüßen zusammengesetzten Gestell, zwischen welchem der Luftdruckregulator angebracht worden ist. In den hohlen Fuß A tritt bei A′ die comprimirte Luft ein und gelangt in das Reservoir C. Ueber demselben befindet sich, wie bei allen andern Regulatoren, die durch eine Gummihaube geschlossene und durch das bekannte Ventil mit dem Raume C communicirende Luftkammer, umgeben von dem ebenfalls bekannten Gehäuse R. Letzteres ist aber, abweichend von der Einrichtung des gewöhnlichen Lampenregulators, mit einer Anzahl von Oeffnungen und außerdem mit einer Schraube M versehen, welche mittels einer Spiralfeder auf den beweglichen Deckel der Luftkammer einwirkt und den Zweck hat, daß auch schon außerhalb des Wassers der Flamme ein Luftstrom zugeführt werden kann. Dies ist erforderlich, um die Lampe anzünden zu können. Sobald dies geschehen ist und der Arbeiter in das Wasser geht, tritt letzteres durch die in R angebrachten Oeffnungen in den Raum C′ und wirkt auf die Gummihaube und durch diese auf das kleine Einlaßventil in derselben Weise wie die atmosphärische Luft beim gewöhnlichen Lampenregulator. Es ist einleuchtend, daß auch bei dieser Einrichtung der Flamme die frische Luft mit einer Pressung zugeführt wird, welche von der des umgebenden Mittels nur wenig verschieden ist. Die Wirkung des Regulators hat mithin bei jeder beliebigen Tiefe unter dem Wasserspiegel stets den gleichen Erfolg.

Aus der Luftkammer gelangt die Luft durch den hohlen Fuß B und das mit einem Hahn versehene Rohr D zur Lampe L, bei welcher auf die sehr zweckmäßige Einrichtung aufmerksam zu machen ist, daß dieselbe bis dicht unter den Schlitz der Brennerkappe mit einer halbkugeligen Metallkapsel überdeckt ist, in welche die frische Luft eintritt und so von allen Seiten gleichmäßig durch den Brenner der Flamme zugeführt wird.

Nebenapparate. Außer den bis jetzt besprochenen Apparaten, welche das eigentliche Rettungs- und Tauchermaterial bilden, ist noch eine Anzahl von Neben- oder Hilfsapparaten erforderlich. Hierzu gehören Luftleitungsschläuche, welche aus abwechselnden Lagen von Gummi und starkem Leinen angefertigt, im Innern mit einer Metallspirale versehen,