Text-Bild-Ansicht Band 220

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Verhältnissen und Bedürfnissen angepaßt sind und sich in jeder Hinsicht vorzüglich bewährt haben. Es werden entweder 6 kleinere Cylinder zu einer Batterie vereinigt, oder es wird ein einziger größerer Behälter auf einem Wagengestell fahrbar gemacht, oder endlich drei kleinere mit einander verbundene Cylinder als Tornister auf dem Rücken getragen.

Die Figuren 36 und 37 [c/2] zeigen die zuerst genannte Vereinigung von 6 kleinern Cylindern zu einer Luftbatterie (wenn dieser Ausdruck der Kürze halber gestattet ist). Die Cylinder sind aus Gußstahlblech angefertigt, werden in einem eisernen Gestell zusammengehalten und fassen jeder 1/30cbm, zusammen also 20l comprimirte Luft. Nur einer derselben, a, kann mit dem Athmungsapparate in unmittelbare Verbindung gebracht werden, während die fünf andern zur Reserve dienen. Die Cylinder stehen durch starke Gummischläuche und Hähne unter einander in Verbindung. Während der Füllung der Batterie sind sämmtliche Hähne geöffnet, so daß sich der Druck auf alle Cylinder gleichmäßig vertheilt. Ein am Cylinder a befindliches Manometer b zeigt den Druck an, welcher am besten nicht über 25at gesteigert werden sollte.

Da es unthunlich ist, einen so hohen Druck unmittelbar auf den Athmungsregulator wirken zu lassen, so mußte der Vertheilungscylinder a mit einem besondern Regulator r versehen werden, welcher dem oben bereits beschriebenen Beleuchtungsregulator ganz ähnlich, außerdem aber mit einem Manometer c ausgerüstet ist. Der auf die Gummihaube wirkende Druck wird auch hier, wie beim Lampenregulator, durch periodisches Oeffnen eines mit einem kleinen Luftsack ausgestatteten Hahnes (vgl. Fig. 27 [a/2]) h regulirt. Die comprimirte Luft verläßt diesen Regulator mit einer sehr gleichmäßigen und geringen Spannung, welche, wie wir bereits gesehen haben, durch den Athmungs- und den Beleuchtungsregulator weiterhin bis auf die des umgebenden Mittels reducirt wird, bevor sie zum Verbrauch gelangt. Wenn in der ganzen Batterie die Spannung 5 bis 10at beträgt, so zeigt, während der Arbeiter athmet und die Lampe brennt, das Manometer c etwa 1at,5, bei höhern Spannungen in der Batterie dagegen etwa 2at.

Die Luftbatterie kann auf einem Karren, Förderwagen o. dgl. bis an den Ort ihrer Bestimmung geschafft, auch können während der Arbeit durch einen zweiten Arbeiter an Stelle der leergewordenen frisch gefüllte Cylinder eingeschaltet und so die Rettungsarbeiten auf beliebig lange Zeiträume ausgedehnt werden. Für gewöhnlich wird man, um eine nachtheilige Erhitzung der Luftpumpe zu vermeiden, die Compression nicht über 20at treiben.