Text-Bild-Ansicht Band 219

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den langsamen Gang der Treibräder umgesetzt – allerdings nicht ohne bedeutenden Effectverlust, welcher immer die Anwendung von Schneckengetrieben zur Kraftübertragung begleitet. Der Exhaustdampf wird nicht in den Schornstein geleitet, sondern gelangt in die Röhren eines sogen. Luftcondensators, welcher den geräuschlosen Austritt des Dampfes vermittelt. Der für den Kessel erforderliche Zug dagegen wird durch einen Körting'schen Aspirator (vgl. * 1875 218 287) hervorgebracht.

Die Geschwindigkeit wird regulirt durch einen Absperrschieber, welcher die Pressung des zur Maschine strömenden Dampfes bestimmt; die Bewegungsumkehr erfolgt durch Verdrehung eines Schiebers, wie dies den Brotherhood'schen Maschinen eigenthümlich ist, in einfachster Weise. Der Zug zu diesem Schieber befindet sich zur linken Hand des Führers, zur rechten Hand hat er die Bremskurbel, endlich von der Decke herabhängend den Zug zum Drosselventil. Selbstverständlich müssen diese drei Züge symmetrisch auf den beiden Platformen angebracht sein.

Die Maschine, deren Gewicht leider nicht angegeben ist, soll auf 1/50 Steigung 2800k mit 12km Geschwindigkeit ziehen und dabei 12k Coaks pro Stunde verbrauchen. Bei vorkommenden Entgleisungen kann der Führer ohne fremde Hilfe in wenig Minuten die Maschine wieder auf die Schienen bringen.

R.

Directwirkende Druckpumpe für hydraulische Pressen.

Mit einer Abbildung auf Taf. IX [a/1].

Blake's Dampfpumpe, welche in diesem Journal, * 1875 218 14 beschrieben ist, wird von der Firma S. Owens und Comp. in London, welche die Fabrikation derselben bekanntlich übernommen hat, nun auch zum directen Antrieb von Druckpumpen für hydraulische Pressen und ähnliche Vorrichtungen angewendet. Eine solche Pumpe ist nach Engineering, December 1875 S. 511 in Figur 1 perspectivisch dargestellt.

Statt des Pumpencylinders ist hier ein doppelter Plungercylinder in der Längsachse des Dampfcylinders aufgestellt und mit demselben durch drei Strebestangen verbunden. Die verlängerte Kolbenstange ist direct mit dem vordern Plunger verbunden, mit welchem der hintere Plunger durch zwei Zugstangen gekuppelt ist. Es geht also stets für einen Hub des Dampfkolbens der eine Plunger heraus, der andere hinein, so daß continuirliches Ansaugen und Comprimiren stattfindet. Selbstverständlich muß der Plungercylinder zwischen den beiden Plungern