Text-Bild-Ansicht Band 217

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nach unten, so daß die Rolle aus ihrer ursprünglichen senkrechten Drehungsebene heraustritt.

Ein einseitiges Auflaufen des Sägeblattes und öfteres Abspringen während des Ganges ist die störende Folge hiervon.

Dem entgegen zu wirken, sind bei der vorliegenden Bandsäge nach dem Vorgange der Amerikaner die beiden oberen Wellenlager auf einem Teller a (Fig. 2) angegossen, welcher mittels einer Stellschraube b je nach Bedarf einige Grade um seine Achse gedreht werden kann.

Eine solche geringe Drehung der oberen Rollenachse ist auch oft noch aus einem anderen Grunde wünschenswerth; denn beobachtet man ein zum Gebrauch fertig geschränktes Sägeblatt genau, so ergibt sich, daß sowohl der vorstehende Schrank als auch der dünne Rücken des Blattes je nach der Blattbreite eine variable Conicität der Rollen bedingen, damit die Anspannung über die Blattbreite vom Zahn bis zum Rücken eine gleiche wird. Die oben genannte Verstellbarkeit der Rollenachse ist daher auch das geeignete Hilfsmittel, die angewendete constante äußere Conicität des Rollenumfanges in gewünschtem Maße dem Bedürfniß der verschiedenen Blätter anzupassen.

Hat man somit in dieser Drehbarkeit der oberen Rollenachse ein einfaches Mittel, durch einen geringen Anzug oder Nachlaß der Stellschraube dem Blatte während des Ganges je nach Wunsch eine mehr mittlere oder mehr seitliche Lage auf der oberen Rollenbandage zu geben, so ist damit zugleich die Möglichkeit geboten, dem Blatte ein gewisses Streben gegen den von dem herangeschobenen Holzstück ausgeübten Druck zu ertheilen, welcher den Rücken des Blattes gegen die unter und über dem Tische befindlichen Führungen preßt. Ein zu starkes Schleifen des Blattrückens an den Führungen bewirkt ein allmäliges Einschneiden und Erhitzen, dadurch eine Dehnung des Blattrückens, welche wiederum von schädlichem Einfluß auf das normale Auflaufen des Blattes auf die Rollen ist. Aus dem Gesagten folgert daher auch die Wichtigkeit geeigneter solider Blattführungen.

Daß man das Blatt einfach in einem, in ein Stück hartes Holz eingesägten Schlitz laufen läßt, ist eine veraltete, sehr unvollkommene, trotzdem heute noch oft zu findende Methode. Selbstredend schleift sich der Schlitz in kürzester Zeit nach hinten und nach beiden Seiten aus, so daß diese Führung so gut wie keine ist. Im Gegensatz hierzu zeigten schon die wenigen Exemplare der auf der Wiener Ausstellung vertreten gewesenen amerikanischen Bandsägen gerade bezüglich dieses Punktes eine gewisse Mannigfaltigkeit der Ausführungen, welche einestheils die Wichtigkeit