Text-Bild-Ansicht Band 217

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trägt am vorderen Ende ringförmige Einschnitte für die Dichtung in der cylindrischen Bohrung der Büchse B und darunter etwa zwei Gänge einer sehr steilen Schraube, welche ihr Muttergewinde in der Büchse B finden. In der normalen Lage ist der Hahn geschlossen, indem das Ende e des Rohres A gegen die Platte d der Büchse B dicht anliegt. Dreht man mit dem Griff f die Büchse B nach links, so veranlassen die Schraubengänge eine Verschiebung der Büchse, die Mündung des Rohres A wird frei, und das Wasser fließt bei c aus. Das Rückdrehen des Griffes f hat das Schließen des Hahnes zur Folge.

Da die Schraube eine sehr steile ist, so genügt eine geringe Drehung der Büchse B mit dem Griff f, um den Hahn zu öffnen und zu schließen. Uebrigens hat der Griff f ein solches Gewicht und eine solche Lage, daß er von selbst den Hahn schließt.

Dieser Hahn ist sehr einfach in der Construction und Handhabung und eignet sich auch sehr gut für Dampfkessel.

H. H–sch.

Pumpenkolben.

Mit Abbildung auf Taf. II [a/1).

Bei dem in Fig. 13 (nach dem Scientific American, Mai 1875 S. 290) veranschaulichten Pumpenkolben ist das Kolbenventil durch die metallene Liderung ersetzt; letztere besteht nämlich aus mehreren conischen Sectoren S, die sich an den parallel zur Cylinderachse laufenden Stößen überplatten. Diese Sectoren sitzen in einem mit der Kolbenstange K verbundenen, entsprechend ausgedrehten Ring R, müssen also der Aufwärtsbewegung der Kolbenstange folgen. Beim Abwärtsgange drückt der Bund B der Kolbenstange gegen die an den Sectoren angebrachten Nasen N.

Wird der Kolben aufwärts bewegt, so wird die Liderung durch den Druck der gehobenen Wassersäule an die Cylinderwandung C gepreßt; beim Niederdrücken des Kolbens dagegen rücken die Sectoren radial zusammen und gestatten dem Wasser den Durchgang um den Kolben herum.

F. H.