Text-Bild-Ansicht Band 217

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Die gesammte Arbeit des Dampfvolums V beträgt somit

T = PV + P (V + v') log nat nP₀ [n (V + v') – v'] – Pv' log nat P/P₀ + Pv'Pv'
= P (V + v') (1 + log nat n) – Pv' log nat P/P₀ – Pn (V + v')

Berechnen wir statt dessen die Arbeit Tdesselben Dampfvolums V, wenn bei derselben Expansion n keine Compression stattfindet, so muß zunächst der frische Dampf den schädlichen Raum v' bis auf den kleinen Raum v' (P₀/P) ausfüllen, welcher durch den Gegendruckdampf erfüllt wird, und es kommt somit nur das Volum Vv' + v' (P₀/P) zur Arbeit im Cylinder, daher die Volldruckarbeit

P [Vv' (1 – P₀/P)].

Bei der Expansion kommt zum Arbeitsvolum der Volldruckperiode Vv' + v' (P₀/P) selbstverständlich der ganze Betrag v' des schädlichen Raumes hinzu, und es beträgt die Expansionsarbeit

P (V + v' P₀/P) log nat n.

Der Gegendruck wirkt auf ein gesammtes Cylindervolum n (V + v' P₀/P) – v' und beträgt somit

Pn (V + v' P₀/P) + Pv'.

Hiernach ist die gesammte Arbeit

T₂ = P [Vv' (1 – P₀/P)] + P (V + v' P₀/P) lg nat nPn (V + v' P ₀/P) + Pv'.

Die Subtraction beider Ausdrücke ergibt

T₁ – T₂ = v' [(PP₀) (2 + log nat nP₀/P n) – P log nat P₀/P]

d. i. der Mehrbetrag an Arbeit, den man bei Verwendung desselben Dampfquantums durch Compression auf die Anfangsspannung erhält.

Würde man aber, statt im zweiten Falle dasselbe Dampfquantum V zu verwenden, den schädlichen Raum dadurch auf die Kesselspannung bringen, daß man außer dem Volum V noch das Dampfvolum v'v' (P₀/P) einströmen läßt, so erhöht sich die Arbeit selbverständlich – entsprechend dem Mehrverbrauch an Dampf – um die Größe

P v' (1 – P₀/P) = (PP₀) v',

und es entspricht nun den praktischen Bedingungen am besten, diese durch Mehrverbrauch an Dampf erzielte Arbeitsleistung mit der durch Compression erzielbaren zu vergleichen. Die Division beider Ausdrücke ergibt dieses Verhältniß:

Textabbildung Bd. 217, S. 151