Text-Bild-Ansicht Band 217

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dazu dienen, für die Gasrohrleitung einzelner Häuser, Etagen oder für einzelne Flammen den Druck des Gases constant zu halten, wenn derselbe vor dem Regulator sich verändert. Man wendet für solche Zwecke zumeist noch nasse Regulatoren an, d.h. mit einer Sperrflüssigkeit gefüllte cylindrische Behälter, in denen eine schwimmende Glocke sich hebt und senkt, je nach dem Zutritt oder Abfluß des darunter gelangenden Gases, und welche so die Regulirung bewirkt. Die mannigfachen Unbequemlichkeiten solcher Apparate führten zur Construction trockener Regulatoren, woselbst Fischblase die Regulirung vermittelte, die aber wegen den bekannten Uebelständen letzterer erst mit Einführung besagter sehr elastischer Membrane allgemeinere Verwendung erhalten.

Der nebenstehende Holzschnitt zeigt einen solchen Apparat, wie er zur Regulirung der Flamme eines Argandbrenners A dient. Das bei a eintretende Gas gelangt in den durch die Membrane c nach oben geschlossenen Raum b und strömt durch die Canäle d, d zum Consum. Im Centrum der Membrane ist gasdicht der Stab e eingelassen, an welchem unten der Kegel f sitzt. Erhält das einströmende Gas einen höheren Druck, so hebt sich die Membrane c, mit ihr der Kegel f, verschließt also den Zutritt zu o; durch den Verbrauch oberhalb d nimmt der Druck in b wieder ab, damit senkt sich die Membrane, öffnet bei f und läßt wieder Gas ein. Diese Zustände wiederholen sich in sehr kleinen Zeitintervallen und bewirken dadurch ein so sicheres Reguliren der Flamme, daß nach des Verfassers Beobachtungen der gezeichnete Argandbrenner constant 150l Gas pro Stunde consumirte, der Druck des Gases mochte 30 oder 54mm Wassersäule betragen. Erheischen besondere Untersuchungen für größere Gasquantitäten einen constant inne zu haltenden Druck, so wendet man größere Apparate auf gleichem Princip beruhend an, deren Regulirstange e sich oberhalb der Membrane c fortsetzt und hier an einen horizontal leicht drehbaren Hebel anstößt, auf welchem ein hin und her schiebbares Gewicht den erforderlichen Druck auf 1/2mm Wassersäule genau und absolut constant angibt.

Diese Thatsachen brachten den Verf. auf den Gedanken, ob solche Volumregulatoren sich nicht auch zur Constanthaltung der Temperaturen bei Luft- und Oelbädern verwenden lassen würden. Der Apparat wurde nach Wegnahme von A vor einen Bunsenbrenner in die Gasleitung mittels Schläuchen eingeschaltet, ein Luftbad geheizt und die Temperaturschwankungen bei Eintritt der öffentlichen Beleuchtung, wo der Druck des Gases in dem betreffenden Gaswerk von 30 sich auf 54mm Wassersäule erhebt, beobachtet. Die Schwankungen der Temperatur des Luftbades betrugen im Maximum 1,0°, ein Resultat, wie es in den