Text-Bild-Ansicht Band 199

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und übergibt, durch denselben umgekippt, ihren Inhalt der Schale δ₂. Im weiteren Verlauf übergibt δ₂ das Wasser an δ₆, diese an δ₃ u.s.f., bis δ₄ den Inhalt in die Rinne ε ausgießt.

So wird bei jeder Umdrehung der Kurbel p eine Schale Wasser in die Rinne gebracht werden. Die größere oder geringere Arbeit dieser Schöpfvorrichtung läßt sich sehr leicht an der Schale δ reguliren. Schneidet man einen Rand derselben an einer Stelle so niedrig aus, daß nur eine bestimmte Wassermenge darin gehalten werden kann, so wird dadurch die Schöpffähigkeit im Ganzen reducirt. Leicht verstellbar und der Mittelkraft des Flügelapparates anzupassen ist dieß durch einen kleinen Schieber zu erreichen, welcher seitlich an der Schale δ₁, angebracht die Capacität derselben bestimmt.

Wenn auch von einer theoretisch vortheilhaften Arbeit dieser Vorrichtung nicht die Rede seyn kann, da nur ein bestimmter Theil des Hubes zur Geltung kommt, und auch durch unvollkommenes Ausgießen der Schalen Verluste entstehen werden, so ist doch dieselbe so einfach, so leicht herzustellen und mit so wenig schädlichen Widerständen verbunden, daß sie für Entwässerungszwecke, Jauchenschöpfungen etc. gerade wegen ihrer Einfachheit und Sicherheit gute Dienste leisten dürfte, und daher namentlich für die Landwirthschaft empfohlen werden kann.

XXII. Rudiger's verbesserter Elevator.

Nach dem Scientific American, November 1870, S. 291.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Die Verbesserung welche der Amerikaner Th. F. Rudiger (Lawrence City, Kansas) an den Hebewerken nach Art der Paternosterwerke, den sogen. Elevatoren angebracht hat, besteht darin, daß um die vollständige Abführung des gehobenen Gutes – Mahlgut, Getreidekörner etc. – zu sichern, an der Mündung des Abflußrohres in den Elevatorhut ein schwingendes Abführbret angeordnet wird, in der Art daß dieses von einem an der Achse der oberen Scheibenwelle festsitzenden Kamm bei Seite gerückt wird, damit das bereits entleerte Elevatorkästchen vorbeigehen kann.

Die bezügliche Anordnung ist in Figur 18 dargestellt und das Abführbret mit A bezeichnet. Am unteren Ende bei B drehbar gelagert, greift der am oberen Ende des Bretes A befindliche Zapfen in die kreisförmige