Text-Bild-Ansicht Band 199

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Solche Pumpen sind seit sechs Jahren bei einer Druckhöhe von 150 bis 200 Fuß in Thätigkeit, ohne einmal reparaturbedürftig geworden zu seyn.

XLVI. Modificirte Kelbe'sche Patent-Centrifugalreibe; von L. A. Thieme, Ingenieur-Chemiker in Dresden.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Bekanntlich kommt es bei der Bereitung eines Breies aus Früchten (Runkelrüben, Kartoffeln etc.) besonders auf die durchgängige Zerstörung der Zellen an, damit eine vollkommene Aufschließung der ganzen Frucht erfolge. Bei den gebräuchlichen Reibmaschinen gerathen aber die Früchte in Folge des regelmäßig wiederkehrenden Rückganges des Zuführapparates in's Rollen, und daher werden von den Zähnen der Reibe kleine Stücke aus denselben ausgebrochen, welche, weil nicht völlig zerstört, auch bei der stärksten Pressung ihren Saft zurückhalten. Relativ am vollkommensten wird dieser Uebelstand durch die Kelbe'sche Patent-Centrifugalreibe (siehe Sammlung von Zeichnungen für die „Hütte“ Jahrgang 1857) vermieden. Bei dieser Reibe werden die Früchte von einer rotirenden Flügelscheibe gegen eine feststehende Trommel geschleudert und an derselben vorbei geführt; eine solche Centrifugalreibe, obgleich viel wirksamer als die bisherigen Poussoirreiben, bietet jedoch dem Rollen der Früchte noch einen bedeutenden Spielraum, so daß durch sie in der That noch kein ganz gleichmäßiger Brei geliefert wird.

Diese Erfahrung und die Schwierigkeit der Abführung des Breies, sowie die Unzulänglichkeit des bloßen Wegspülens desselben durch Wasser, haben mich zu einer Modification der Kelbe'schen Reibe geführt, welche im Wesentlichen darin besteht, daß I) ein Behälter angebracht ist, in welchem die Früchte zusammengedrängt der Reibfläche zugeschoben werden, und 2) die feststehende cylindrische Reibtrommel durch eine rotirende conische ersetzt ist. Ich theile hier eine nähere Beschreibung dieser modificirten Kelbe'schen Centrifugalmaschine mit.

Eine senkrechte Welle a, Fig. 13, die an ihrem unteren Ende durch eine Riemenscheibe M in Umdrehung versetzt wird, trägt eine Rinne A (Fig. 13 und Fig. 14), deren Wandungen p parabolisch geformt, in inen Trichter N (Fig. 13) hineinragen; letzterer ist auf erstere festgeschraubt.