Text-Bild-Ansicht Band 199

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entspricht und daher unter dem Souterrain höchstens noch eine Vertiefung von 6 bis 8 Fuß erforderlich ist.

Diese hydraulischen Aufzüge lassen sich auf zweierlei Art herstellen, nämlich mit und ohne Gegengewicht. Bei Aufzügen ohne Gegengewicht muß der hydraulische Druck ein höherer resp. stärkerer werden, als bei denen mit Gegengewicht; dagegen haben die Aufzüge ersterer Art den Vorzug, daß keinerlei Seile und Gewichte angewendet zu werden brauchen, wodurch man die Sicherheit erlangt, daß eine Zerstörung eines solchen hydraulischen Aufzuges lohne Gegengewicht) absolut unmöglich ist, wohingegen bei Aufzügen mit Gegengewicht eine böswillige Beschädigung der Seile, woran das Gegengewicht hängt, stattfinden kann.

Der im „Hôtel zu den vier Jahreszeiten“ in München von dem Patentträger nach der beigegebenen Zeichnung (Fig. 8 und 9) ausgeführte hydraulische Teleskop-Aufzug kann ganz ohne Gegengewicht functioniren, je nachdem man den Accumulator beschwert. Im vorliegenden Falle wird durch eine Turbine ein liegendes Pumpwerk in Bewegung gesetzt, welches das Wasser in den Accumulator pumpt, dessen Cylinder-Volumen derart berechnet ist, daß der Aufzug bis auf seine höchste Höhe von demselben gehoben werden kann. Dieser Accumulator vertritt die Stelle eines sehr hoch gelegenen Reservoirs, denn je höher ein Reservoir liegt, oder je stärker der hydraulische Druck ist, eine um so größere Last kann bei gleicher Geschwindigkeit mit kleinen Dimensionen des hydraulischen Cylinderkolbens gehoben werden. In Fällen wo man sich den hydraulischen Druck erst durch eine mechanische Kraft herstellen muß, ist es eher möglich mit einem stärkeren hydraulischen Druck zu arbeiten, ohne dieselbe verhältnißmäßig zu steigern; man erhält dadurch kleine Dimensionen, welche die Anlage weniger kostspielig machen. In den Fällen wo städtischer Wasserdruck verfügbar ist, fällt die mechanische Kraft sowie der Accumulator weg und diese Anlagen werden die billigsten, vorausgesetzt daß der Bezug des Wassers in einem günstigen Verhältniß zu den erforderlichen Quantitäten steht.

Aus Fig. 8 und 9 ist ersichtlich, wie der Aufzug in jeder Etage sowohl von außen als im Inneren desselben in Bewegung gesetzt oder zum Stillstand gebracht werden kann.

Um außerhalb des Aufzuges denselben in irgend eine Etage zu versetzen, entweder von unten nach oben oder umgekehrt, braucht nur der Hebel H in Bewegung gesetzt zu werden. Derselbe hebt das Stängelchen S auf- und abwärts, je nachdem man den Aufzug bewegen will. Im Inneren des Aufzuges wird derselbe durch die in ihm laufenden Stängelchen x, x mittelst Auf- und Abwärtsziehens bewegt und das