Text-Bild-Ansicht Band 199

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der Trommel O einen verticalen Strich, entsprechend der Zeigerhöhe auf der Druckscala. Nach jedem Rückgang der Presse erhält die Schreibtrommel O eine geringe Umdrehung, so daß bei jeder neuen Druckäußerung eine frische Papierfläche vor den Schreibstift gebracht wird.

Zu diesem Zweck ist die mit geringer Reibung auf der Achse sich umdrehende Trommel O am unteren Ende mit einem Sperrrade U (Fig. 19 und 20) versehen, welches durch die federnde Klinke V successive verschoben wird. Letztere ist durch ein Universalgelenk mit dem Hebel W verbunden, dessen Drehachse sich in einem kleinen auf der Platte P befestigten Lager befindet. Das freie Ende dieses Hebels ist durch eine über Führungsrollen geeignet geleitete Schnur W' mit irgend einem Vorsprung eines Preßkolbens in Verbindung gesetzt, wird demzufolge beim Betriebe der Presse abwechselnd angezogen und nachgelassen. Auf diese Weise erhält auch die Sperrklinke V ihren Vorschub, während der Rückgang durch die Feder X hervorgerufen wird, welche vermittelst einer Schraubenspindel X' auf den Hebel W einwirkt. Je nachdem die Schraubenmutter Z mehr oder weniger angezogen wird, regulirt man die Schaltbewegung der Schreibtrommel O.

LXIX. Wassermesser, von Ingenieur J. A. Müller in Amsterdam.

Mit einer Abbildung auf Tab. VIII.

Das fließende Wasser vermag, wie allgemein bekannt, die Luft mechanisch mitzuführen, da wo es entweder in der Luft sich bewegt, oder doch mit derselben in Berühung ist; den größten Nutzeffect jedoch bedingt ein Wasserstrahl von der Form der Vena contracta, bei welcher das Quantum Luft welches mitgeführt wird, im Verhältniß zum Quantum des so fließenden Wassers steht.

Auf diese zwei Grundsätze ist der in Figur 21 im Durchschnitt dargestellte Apparat basirt,48) bei welchem der vom Wasserstrahl inducirte Luftstrom benutzt wird, um eine kleine Turbine nebst leichtem Zählwerk in Bewegung zu setzen. Die Zeichnung stellt das Rohr dar, durch welches das zu messende Wasser fließt; das Innere dieses Rohres steht, wie angedeutet, in Verbindung mit dem Kästchen worin sich die Turbine (eine

48)

Ueber diesen neuen Wassermesser wurde bereits eine Notiz im polytechn. Journal. 1870, Bd. CXCVII S. 541 mitgetheilt.