Text-Bild-Ansicht Band 199

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sich dieselben beim Bruch des eingespannten Cementsteines nur wenig und ebenso rückt der Gewichtshebel nur um ein Geringes nach abwärts.

LXXII. Grant's Conservirung der Faß-Spundlöcher.

Nach dem Engineer, December 1870, S. 380.

Mit Abbildungen auf Tab. VIII.

Zur Conservirung der Spundlöcher bei Fässern wird nach der Idee des Engländers G. P. Grant eine Metallbüchse in das Spundloch eingesetzt, welche in letzter Zeit zu vielen Tausenden aus hämmerbarem Gußeisen durch Garrett und Söhne in Leiston hergestellt wurden.

Um diese Büchsen im Faßholz leicht festzumachen, sind geeignete Vförmige Vorsprünge angebracht (Fig. 13), welche mit Zuhülfenahme eines conischen Dornes in das Holz eingetrieben werden (Fig. 14). Die Fässer erhalten auf diese Weise eine größere Dauerhaftigkeit und sollen die bedeutendsten englischen Brauereien von dieser Idee Gebrauch machen.

LXXIII. Trockenapparat für Wolle, von Havrez.

Mit einer Abbildung auf Tab. VIII.

Beim Trocknen der Wolle ist sehr wohl Rücksicht zu nehmen auf die Temperatur, welche im Trockenraum herrscht. Sorgfältige Versuche welche in neuerer Zeit angestellt worden sind, haben ergeben daß ohne Schaden für die Constitution der Wollfaser die Temperatur beim Trocknen nicht über 30–36° C. erhöht werden sollte. Ferner kann nur dann von rationeller Ausnutzung der Wärme die Rede seyn, wenn eine genügende Ventilation die mit Feuchtigkeit bereits beladene und wohl gar gesättigte Luft abzieht. Ueberhaupt hat sich herausgestellt, daß das Trocknen mit erwärmter Luft in jeder Beziehuug am besten wirkt. Unter Berücksichtigung dieser Grundbedingungen ist der in Fig. 12 dargestellte Apparat von Havrez in Verviers construirt.