Text-Bild-Ansicht Band 199

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letztere frei zu rotiren vermag. Zum Zurückziehen des Stöpsels wird derselbe zunächst soweit gedreht, daß seine Nase K (Fig. 7) in den betreffenden Einschnitt der Diaphragmaplatten-Oeffnung F (Fig. 6) eintreten kann, wornach der Vorstoßarm des Stöpsels das auszuziehende Schloß mit zwischen Stöpsel und Vorstoß liegender elastischen Feder nebst elastischem Polster umfaßt, und zur Rückwärtsführung von Schloß und Vorstoß endlich eine oben nach Form des letzteren ausgekehlte Röhre dient.

„Wir kommen nun zur Betrachtung der für das Spannen der Schlösser bestimmten Einrichtung, welche in Figur 8, 9 und 10 theils in der Vorder-, theils in der inneren Seitenansicht und theils in der Daraufsicht dargestellt ist. – Früher wurde das Schloßspannen durch einen Knopf bewirkt, welcher aus der Schloßlängen-Mitte hervorstehend, an der Kante eines dem Inneren des Schloßgehäuses gegebenen Ringes wie auf einer schiefen Ebene hinglitt. An Stelle dieser Einrichtung ist nunmehr die spiral geneigte Spannplatte N (Fig. 8) getreten, welche in solcher Weise aus der inneren Wand des Gehäuses D hervorspringt, daß dadurch das Schloß M während seiner Vorwärtsbewegung gespannt wird, indem seine Feder mittelst der Schloßnase a (Fig. 8) dabei eine immer größer werdende Zusammenpressung erhält, welche sie, sobald das Schloß die Platte N passirt hat, zum Vorschnellen des Schloß-Schlagstiftes und somit zur Entzündung der Patrone veranlaßt. Die Platte N steht in und mit dem Gehäuse D fest, während die bezeichneten Schloß-Nasen zusammen mit dem Schloßcylinder rotiren, und es werden daher die verschiedenen Schlösser successive zum Losschnellen gebracht, sobald sie jedesmal hinter den abzufeuernden Läufen zu stehen kommen. – Die perspectivische Geschützansicht Figur 5 zeigt, daß dieser Spannapparat auf dem Rahmen der rechten Geschützseite steht. – Um ein seitliches Justiren der Spannplatte N zu ermöglichen, ist dieselbe mit einem Schlitten i (Fig. 9 und 10) in Verbindung gebracht, der in eine Rippe des Gehäuses eintretend, mit entsprechender Oeffnung für das Excenter j (Fig. 9 und 10) versehen ist, welches sich an der verticalen Spindel l befindet und so durch Drehung der letzteren den Schlitten i nach Belieben ein- oder auswärts schieben läßt, wobei auch die Spannplatte N nach Belieben ganz außer Berührung mit den Nasen der Schlösser gebracht werden kann, so daß in letzterem Falle auch ohne die Schlösser schnappen lassen zu müssen, ein Geschütz exercirt werden kann und dabei zugleich noch ein Schutz gegen unbeabsichtigtes Losgehen der Schüsse gegeben ist; zu diesem speciellen Zwecke ist ein Federbolzen am Gehäuse angebracht, der den Schaft l und damit auch die Spannplatte N verläßlich entweder in oder außer Beziehung zu den Schlössern des Geschützes treten läßt.