Text-Bild-Ansicht Band 190

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Anwendung auf Winden, Aufzüge, Rammen oder andere Maschinen, um die Trommel mit der getriebenen Welle in Verbindung zu setzen oder auszulösen. Sie ist in Fig. 8 in der Seitenansicht, in Fig. 9 im Durchschnitt längs der Achse, in Fig. 10 im Querschnitt senkrecht zur Achse, und in Fig. 11 in der Ansicht von Oben dargestellt.

Auf der von dem Motor getriebenen Welle O dreht sich die Seil- oder Kettentrommel Y und wird durch Hin- und Herbewegung des Gleitstückes Z von der Welle O entweder getrieben oder ausgelöst. Dicht neben der Trommel Y ist die Bremsrolle X fest auf die Welle gekeilt; das sie umfassende Bremsband K trägt an seinen Enden die Augen L, M mit den beiden doppelten Gliedern I, I, deren andere Enden in A und B durch den Doppelhebel E verbunden sind. Der Hebel E dreht sich um den in der Seitenflansche der Trommel eingeschraubten starken Bolzen F. Der Hebelarm F, A ist länger als der F, B. Wenn der Hebel E so gedreht wird, daß sich sein Auge A nach Außen schiebt, so hat dieses bei der Anordnung des Bremsbandes nach Fig. 10 zur Folge, daß die Bremse sich schließt; ist dieses der Fall, so wird die Trommel durch den Bolzen F getrieben und ist dann fest verbunden mit der Bremsrolle X. Dreht man den Hebel E nach der entgegengesetzten Seite, so öffnet sich die Bremse und die Trommel Y gleitet mit dem Bremsband um die Bremsrolle.

Das Anziehen und Nachlassen des Bremsbandes geschieht durch die Hin- und Herbewegung des Auslösungsstückes Z. Dasselbe hat neben der Rinne, in welche der bewegende Gabelhebel N eingreift, zwei starke mit gabelförmigen Schlitzen versehene Arme G und H. Auf der Flansche der Trommel Y ist ein schief stehender Arm C festgeschraubt, welcher in den Gabelschlitz des Armes G eingreift und so das Gleitstück Z veranlaßt allen Bewegungen der Trommel zu folgen. In der Gabel des anderen Armes H gleitet ein ähnlicher schief stehender Arm D, der an dem Bremsbande K angenietet ist.

Denkt man sich nun das Gleitstück Z in Fig. 8 nach rechts bewegt, so erleidet es durch den schief stehenden Arm C eine Drehung in der Richtung des Pfeiles Fig. 10, der Arm H drückt den schief stehenden Arm D vorwärts, derselbe wirkt durch das Doppelglied I auf den Hebel E, dreht ihn und das Bremsband zieht sich fest. Die entgegengesetzte Bewegung des Gleitstückes auf der Welle dreht den Hebel E nach der anderen Richtung und die Bremse öffnet sich.

Auf eine Dampframme angewendet, hatte diese Bremskuppelung den besten Erfolg; die Kette, an welche der Bär angehängt ist, windet sich auf die Trommel Y und wickelt sich bei dem Falle wieder ab. Die