Text-Bild-Ansicht Band 188

Bild:
<< vorherige Seite

Vierten Beuche gebracht. Diese ist wie die dritte Beuche, mit dem Unterschiede, daß auf 150 Pfd. Wasser 1 Pfd. Soda genommen wird.

Fünfte Beuche wie vorher; 160 Pfd. Wasser 1 Pfd. Soda.

Sechste Beuche wie vorhin; 170 Pfd. Wasser 1 Pfd. Soda.

Siebente Beuche wie vorhin; 180 Pfd. Wasser 1 Pfd. Soda.

Achte Beuche wie vorhin; 190 Pfd. Wasser 1 Pfd. Soda.

Erstes schwefelsaures Bad. Die Waare wird vom Bleichplan naß aufgenommen, ausgespült und in ein schwefelsaures Bad von 1 Gewichtstheil Schwefelsäure auf 200 Gewichtstheile klares reines Wasser, gut durcheinander gemischt, stückweise locker eingelegt und gehörig untergetaucht 5–8 Stunden darin liegen gelassen. Gleich nach dem Herausnehmen wird die Waare in fließendem Wasser gut gespült, und nachdem das Wasser abgelaufen, der neunten Beuche übergeben.

Neunte Beuche mit einer Auflösung von 1 Pfd. calcinirter Soda und ¼ Pfd. grüner Seife in 225 Pfd. Wasser von 35–65° Wärme und 2- bis 3 tägiges Auslegen auf der Bleichwiese. Nachdem sie naß aufgenommen, gespült und das Wasser abgelaufen ist, wird die Waare in das erste Chlorbad gebracht.

Erstes Chlorbad. Dieses wird durch eine Auflösung guten Chlorkalkes in 600 Gewichtstheilen Wasser bereitet. Die Gewebe werden lose in feuchtem Zustand in steinerne Bütten gebracht und mit hölzernen Stäben gehörig untergetaucht, damit die Chlorkalkauflösung alle Theile gleichmäßig durchdringen kann. In diesem Bade verbleibt die Waare 6 bis 8 Stunden. Dann herausgenommen, in fließendem Wasser gut ausgespült und zum Ablaufen gebracht, wird sie in feuchtem Zustand dem zweiten schwefelsauren Bad übergeben.

Zweites schwefelsaures Bad wird wie das erste gegeben.

Zehnte Beuche mit einer Auflösung von 2½ Pfd. Weiher Talgkernseife und 1 Pfd. calcinirter Soda in 600 Pfd. Wasser von 36–60° Wärme, wornach die Waare unter gehörigem Begießen mit Wasser 2 bis 3 Tage auf der Bleichwiese liegen gelassen, alsdann gespült und sortirt wird. Die zur halben Bleiche bestimmten Leinen sind nach diesem Verfahren zum größten Theile fertig gebleicht, werden dann gestärkt oder gebläut und getrocknet. Die zur vollen und ¾ Bleiche bestimmte Waare kommt zum Seifen und zwar die aus Maschinengarn verfertigte unter die sogenannten englischen Rubbings; die aus Handgespinnst verfertigte, aber unter die sogen. deutschen Hobel. Die Waare wird so lange mit weißer resp. brauner Seife geseift (gewaschen), bis die darin etwa befindlichen schwarzen oder gelben Streifen daraus entfernt sind. So behandelt