Text-Bild-Ansicht Band 188

Bild:
<< vorherige Seite

kommt die Waare nun ohne weiteres Ausspülen mit der Seife imprägnirt in die

Elfte Beuche mit einer Auflösung von 1 Pfd. calcinirter Soda in 350 Pfd. Wasser von 35–65° Wärme. Von hier aus wird die Leinenwaare auf die Bleichwiese gebracht, jedoch nicht ausgespannt, sondern in die Breite gelegt, auch beständig naß erhalten; dann nach 2 Tagen und gehörigem Ausspülen gelangt sie wieder in's Chlorbad.

Zweites Chlorbad. Wird in Allem wie das erste gereicht.

Drittes schwefelsaures Bad. Wird ebenfalls ganz wie das vorangegangene gegeben.

Zwölfte Beuche mit einer Auflösung von 1 Pfd. calcinirter Soda und 2½ Pfd. weißer Talgkernseife in 600 Pfd. reinem Wasser von 35–55° Wärme. Hierauf liegt die Waare 2 Tage, ohne ausgespannt zu seyn, auf der Bleichwiese, unter beständigem Naßhalten. Nach dieser Operation wird die Waare gespült und sodann sortirt. Die guten und völlig ausgebleichten Stücke werden gestärkt, resp. geblaut und getrocknet. Die noch nicht völlig ausgebleichten Stücke werden wieder durch die englischen Rubbings geseift (gewaschen) und kommen wie vorhin zur Beuche.

Dreizehnte Beuche. Wird behandelt wie Beuche 11. Nachdem die Waare sodann eben so wie früher 2 Tage auf der Bleichwiese gelegen, wird sie wieder aufgenommen und gespült. Die besseren Stücke erhalten noch ein schwefelsaures Bad, wie das frühere, die schlechteren ein

Drittes Chlorbad wie das zweite und ein

Viertes schwefelsaures Bad wie das dritte, werden sodann nach vorherbeschriebener Art gebeucht, ausgelegt, gespült, gestärkt resp. geblaut und getrocknet; auf Verlangen auch gemangelt und appretirt.

B. Baumwollgewebe und Baumwollgarne.

Die rohen Baumwollgewebe (Nessel) und Baumwollgarne werden zunächst durch Wasser gezogen, damit sie gleichmäßig durchnäßt werden, und darnach in die Beuche gebracht.

Erste Beuche. Besteht in einer Auflösung von 1 Pfd. calcinirter Soda in 170 Pfd. reinem Wasser. Nachdem die Baumwollgewebe, wie die Leinenwaare, hoch (köpflings) in dem Beuchfasse aufgestellt und ebenso niedergetreten worden, auch damit schichtweise fortgefahren worden, bis das Faß gefüllt ist, wird die Lauge, welche bis zu 35° erwärmt seyn muß, aufgelassen und damit fortgefahren, bis dieselbe eine Hitze von 80° erreicht hat. Ist dieser Grad erreicht, so wird kaltes Wasser aufgelassen, damit die Waare herausgenommen werden kann, dann die Waare zur