Text-Bild-Ansicht Band 187

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Zeit in Anspruch nehmen, so daß sich Nr. 2 im Laufe der Zeit immer mehr der Zusammensetzung von Nr. 4 genähert haben würde.

Ich will hier noch im Ueberblick die Analyse der Wässer mittheilen, welche zur Speisung der Kessel, worin sich obige Kesselsteine erzeugten, verwendet wurden.

Nr. 1
Bachwasser
der Schwechat.
Nr. 2.*
Neuer
Brunnen.
Nr. 3.
Alter
Brunnen.
Specifisches Gewicht 1,00058 1,00074 1,00080
Abdampf-Rückstand von 1000 Kubikcent. 0,382 0,380 0,526
Glührückstand 0,256 0,296 0,360
also organische Materien 0,136 0,084 0,166 Grm.
Natrium (an Chlor gebunden)
Chlor
3,04
4,64
2,53
3,86
3,00
4,58
Natron 0,85 3,45 4,13
Kali 2,92 3,94 2,90
Kalk 25,24 22,75 23,77
Magnesia 10,67 11,27 10,62
Eisenoxyd 0,42 0,30 0,46
Schwefelsäure 13,43 18,03 12,77
Phosphorsäure 0,22 0,22 0,35
Kohlensäure 25,94 24,42 27,28
Kieselsäure 3,19 2,52 2,81
organische Substanzen 1,76 1,49 5,62
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99,70 99,78 99,57

Die hier als Wassergehalt verzeichneten Werthe wurden erhalten, indem man den bei 100° C. constant gewordenen Abdampfungsrückstand nachträglich auf 130° C. bis zur abermaligen Constanz im Gewichte erhitzte. Durch vorsichtiges Erhitzen bis zum schwachen Rothglühen wurde alsdann darin die organische Substanz zerstört und verflüchtigt. Da man indeß befürchten mußte, daß auch ein Theil präexistirender Kohlensäure hierbei entweicht, so bestimmte ich die Menge derselben vor und nach dem Glühen und leitete den Gehalt an organischer Substanz in der Weise aus meinen Wägungen ab, daß ich das Mehr an Kohlensäure im Abdampfungsrückstande gegenüber dem Glührückstande abzog von dem gesammten Glühverlust.

*

Bemerken will ich, daß der Brunnen Nr. 2 sämmtliches zum Brauen erforderliche Wasser liefert.