Text-Bild-Ansicht Band 186

Bild:
<< vorherige Seite

erst in dem oberen Theil des Ofens tritt der Luftstrom in das Centralrohr und oben erhitzt in's Zimmer.

Die Einrichtung dieser Oefen wird vollkommen klar durch die Zeichnungen. Fig. 716 zeigen den Verticaldurchschnitt eines Säulenofens, bestimmt zur Heizung größerer Räume. Das äußere Ansehen des Ofens ist gefällig. Die Luft tritt durch einen Canal unter dem Fußboden in den Ofen ein und umspielt auf allen Seiten mit Ausnahme der Aschenfallthür diesen und den Feuerraum. Ueber demselben vereinigen sich die getheilten Luftströme und gehen dann durch die Mitte, während die Verbrennungsgase in den äußeren Nöhrenmantel einbiegen und ihre Wärme nicht nur an die Zimmerluft nach außen, sondern auch an die strömende Luftsäule im Inneren abgeben. Zur weiteren Erläuterung dienen die sechs Querschnittzeichnungen (Fig. 813) an verschiedenen Stellen des Ofens.

Durch Verkürzungen der Säule läßt sich dieser Ofen auch für kleinere Räume passend machen. Kleinen Haushaltungen ist ein Ofen, wie Fig. 14, 15 und 16 in Durchschnitt, Vorderansicht und Grundriß ihn zeigen, sehr empfehlenswerth; hier fehlt der besondere Canal, der frische Luft von außen einführt, und es wird nur die aus dem Zimmer aufgesogene Luft erhitzt.

Es bieten die Oefen von Leras wesentliche Vortheile gegenüber ähnlichen in Deutschland üblichen Ventiliröfen. So sind in den großen öffentlichen Schulen in Gießen derartige Ventiliröfen einer einheimischen Gießerei, die weit einfacher sind. Wie aus der Zeichnung Fig. 17 ersichtlich, mündet über dem Feuerraum ein von außen kommendes und durch eine Klappe abschließbares Luftrohr in den Ofen, durchzieht dessen ganze Säule und mündet dann in der Deckplatte. Damit keine gröberen Verunreinigungen, Papier u. dergl. hineingeworfen werden können, ist das obere Ende dieses Ventilirofens durch ein Drahtnetz geschlossen, und ebenso muß auch die äußere Mündung des unter dem Boden hinziehenden Canals mit einem groben Drahtnetz geschlossen werden, weil er sonst der Tummelplatz von Sperlingen und anderen Thieren wird.

Es muß bestätigt werden, daß die Ventilation durch diese einfachen und sehr billigen Oefen ganz vortrefflich ist. Die Luft wird im Ofen erhitzt, strömt oben aus und kalte Luft wird gleichzeitig angesogen. Durch eine Bodenöffnung strömt dann die verbrauchte Luft wieder aus. Auch in den gefülltesten Schulzimmern ist, so lange geheizt wird, eine vollkommen geruchfreie reine Luft. Aber einmal ist sie sehr trocken und wird dadurch sehr lästig und selbst ungesund, und dann wird dadurch, daß der gußeiserne Feuerraum sich sehr stark erhitzt, eine in