Text-Bild-Ansicht Band 184

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oder

(A/t mA/t) t n = A,

oder

1/t n = 1/t m – 1/t . . . . . . . (9)

seyn.

Für t m = 159 und t = 895 erhält man t n = 193 Secunden.13)

Schätzt man den Wirkungsgrad der Wassersäulenmaschine auf 5/6 = 0,8333..., so ist ihre wirkliche Maximalleistung = 0,833... × 15803 Fußpfd. = 13169 Fußpfd. (0,8333... × 4959,837 = 4133,1975 Meterpfd. per Secunde oder 27,43 Pferdestärken.

Indem also die Dampfmaschine mit 12 Pferdestärken stetig arbeitet, während t Secunden Füllungs- und t n Secunden Entleerungszeit, also (895 + 193) = 1088 Secunden, hat die Wassersäulenmaschine zwar 895 Secunden still gestanden, und nur 193 Secunden, oder etwas über den fünften Theil gearbeitet, aber mit einer mehr als 2 1/4 fachen Kraft.

Es folgt daraus leicht:

der totale Wirkungsgrad = 0,4065.

Es muß daran erinnert werden, daß dieses Resultat auf Voraussetzungen (möglichst große Arbeitskraft bei verhältnißmäßig langen Betriebspausen) beruht, welche in Bezug auf Kraftökonomie ungünstig sind. Kann die Stillstandsperiode zu Gunsten der Arbeitsperiode verkürzt, und das zu liefernde Kraftquantum auf eine größere Secundenzahl vertheilt werden, so wird dadurch zwar die Intensität der Kraft vermindert, die Ausbeute im Ganzen genommen aber vermehrt. Die äußerste Consequenz hiervon würde die seyn, daß, sowie die Dampfmaschine, der Wassersäulengöpel ohne Stillstand arbeitet. Dadurch würde zwar der totale Wirkungsgrad sich bis auf 0,67 steigern, der Accumulator aber ganz überflüssig seyn. –

Der dynamische Nutzeffect der Anlage kann auch gesteigert werden durch Aufstellung eines negativen Accumulators,14) welcher das nur zeitweise von der Wassersäulenmaschine abgehende Wasser aufnimmt, und von wo es mit gleichförmiger Geschwindigkeit auch während des

13)

Für d, = 1/12 Fuß (= 0,026 Met.) würde t m = 901, dadurch t n negativ geworden seyn, was auf die Unzulänglichkeit einer so engen Röhrenleitung hinweist.

14)

Diese Bezeichnung halte ich, im Gegensatze zu den positiven, den eigentlichen Accumulatoren, gerechtfertigt durch die Analogie mit den positiven und negativen Windkesseln bei Pumpen und Wassersäulenmaschinen.