Text-Bild-Ansicht Band 184

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also von dem Rostknie ab bis über den Kopf des Roststabes ein Verhältniß zum Horizontalquerschnitt des Glattofens wie 1 : 3,33.

Der verticale Querschnitt der Schlundlöcher wird gleich 1/6 der Rostflächen gemacht. Die richtige Größe und Form der Schlundlöcher ist von Wichtigkeit. Man macht sie im Scheitel circa 1/2'' höher als in dem Widerlager der Ueberwölbung.

Der Querschnitt der Füchse in der Kappe des Glattofens verhält sich zu der Fläche aller Roste wie 1 : 8,8.

Von der sich so ergebenden Fläche gibt man 11/31 zum Querschnitt des runden Mittelfuchses. Den Rest vertheilt man so, daß 1/3 davon auf die inneren Füchse kommt.

Es kommt bei der Vertheilung der quadratischen Füchse auf einige Quadratzoll mehr oder weniger – aber freilich nur auf einige – nicht gerade an, weil man ihnen Dimensionen geben muß, die der Maurer mit einem guten Zollstabe noch abmessen kann, und nur der Gesammtquerschnitt der Füchse und der des Mittelfuchses müssen genau die angegebenen Dimensionen haben.

Dem Fuchs in der Kappe des Verglühofens und auch der Esse, wenn sie rund gemacht wird, gibt man einen 1/6 geringeren Querschnitt, als derjenige der Füchse in der Kappe des Glattofens ist. – Zieht man quadratische Essen vor, so erhalten diese zur Seite den Durchmesser des Fuchses der Verglühofenkappe. Es genügt zur Höhe der Esse, ihr die Entfernung von der Sohle des Glattofens bis zur Sohle des Trockenraumes zu geben.

Was die Höhe des Glattofens anbelangt, so richtet sich diese nach der Feuerbeständigkeit der Kapseln und der Länge der Flamme, welche die Kohlen geben. Man wird im Allgemeinen kleineren Oefen im Scheitel der Kappe 5 Fuß rhn., größeren 5 1/2 bis 7 1/2 Fuß Höhe geben. Der Verglühofen erhält bei mageren Kohlen eine 1 Fuß geringere Höhe, sonst aber die des Glattofens.

Die in der Zeichnung angegebene Höhe des Glattofens entspricht der Verwendung von Zwickauer Pechkohlen und gutstehender Kapseln vollkommen, für magere Kohlen müßte sie nur etwa 5 1/2 Fuß seyn.

Von den Probe- und Schaulöchern.

Man thut gut, wenigstens zwei, bei größeren Oefen aber drei Probelöcher anzubringen. Sie werden nach dem Ofen zu mit immer gleich starken Thonplatten, die am zweckmäßigsten besonders hierzu angefertigt werden, geschlossen; in dem äußeren Verschlusse wird durch Chamottesteine ein Schauglas von etwa 5/8'' Durchmesser angebracht, um