Text-Bild-Ansicht Band 184

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Ofen vor der Einsetzthür, ohnehin dem kältesten Theile, noch mehr ab, dringt auch wohl in den Ofen und muß um so mehr die Weiße des Porzellans zunächst der Einsetzthür beeinträchtigen, je weiter der Brand vorgerückt ist.

Der Verglühofen wird ebenso wie beim Holzbrande besetzt; in dem Falle aber, wenn das Geschirr ohne Kapseln unmittelbar auf die Sohle gestellt wird, bringt man über den Füchsen von Chamottesteinen oder kleineren Kapselringen etwa 2–2 1/2 Fuß hohe Essen an, um die Hitze von der Sohle mehr ab und nach der Kappe b' hin zu leiten.

Im dem Thürversatze bringt man eine mit einem Thonpfropfen verschließbare Schauöffnung an, die beim Steinkohlenbrande in meinen Oefen einen Zweck hat, weil man, wie man später sehen wird, wenn nöthig, die Hitze des Verglühofens steigern kann.

Das erforderliche Gezähe.

An Gezähestücken sind beim Steinkohlenbrennen nothwendig:

  • 1) ein Räumeisen, Fig. 24;
  • 2) eine Kratze, Fig. 25;
  • 3) ein schwaches langes Brecheisen, unten meißelförmig verstählt, zum Abstoßen etwaiger Schlackenansätze;
  • 4) ein kleinerer Fülltrog von Holz oder Blech, zum Einfüllen der Kohlen;
  • 5) ein Hammer zum Zerschlagen größerer Kohlenstücke;
  • 6) eine gewöhnliche eiserne Kohlenschaufel.

Das Brennen.

Soll mit dem Brande begonnen werden, so bringt man zunächst auf den tiefsten Theil der Roste Strohwische, Hobelspäne oder leicht entzündbares Reisig – was man eben hat – und darauf sich kreuzendes kleingespaltenes, 12–15'' langes Holz, 15 Stück etwa.

Thunlichst gleichzeitig oder schnell hintereinander wird das Holz auf allen Rosten von unten angezündet, und wenn solches vollständig brennt, auf jeden ein Fülltrog voll Kohlen aufgegeben. – Die zu verwendenden Kohlen dürfen nicht naß seyn, doch können sie beim Eintragen in's Brennhaus so viel mit einer Gießkanne angefeuchtet werden, daß sie nicht stauben. Von nassen Kohlen verbrennt man mehr, weil das darin enthaltene Wasser verdampft werden muß, und der Brand dauert länger; auch wird das Geschirr nie so ganz rein weiß. – Die Zuführungslöcher für die Verbrennungsluft o, sowie die oberen Flügel der Regulirungsthüren q sind geschlossen.