Text-Bild-Ansicht Band 184

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Tiefsten des Ofens gebracht werden, wo sie auf eine Weise, wie sie nun beschrieben werden soll, fortgeschafft werden.

Im Verlauf des Brandes wird, je nachdem die Kohlen mehr oder weniger aschenreich sind, 1 bis 4mal die Asche, welche sich nach dem unteren Theile des Rostes gesenkt hat, fortgeschafft, damit brennende Kohlen an diese Stelle nachrücken können. Dieses Fortschaffen bewerkstelligt man mit der Kratze und zum Theil dem Räumeisen. Man zieht unterhalb der Roste so lange die Asche vor, bis hellorange glühende Kohks nachrücken, wobei man auch darauf zu sehen hat, daß vom Roste abgestoßene Schlacken mit vorgezogen werden. – Sind Asche und Schlacken fortgeschafft, so verlegt man den Raum zwischen dem unteren Theile der Roststäbe und der Sohle des Feuerkastens wieder mit Asche, schließt die oberen Flügel der Regulirungsthüren, die man geöffnet hatte, stößt dann unverzüglich Kohlen nach und füllt den Aufgebetrichter wieder. Es ist hierbei ganz gleichgültig, ob ein, zwei oder drei Fülltröge aufgegeben werden; der Fülltrichter muß wieder angefüllt werden.

Man besorgt das Ausräumen der Asche in den einzelnen Feuerkästen in Zwischenräumen und in der Reihenfolge derselben, um das Rauchen und die damit verbundene Abkühlung des Ofens zu vermeiden.

Wenn die scharfen Kanten der Kapseln anfangen weißglühend zu werden und bald darauf spiegeln, beginnt man mit dem Scharffeuer.

Die Schürer, welche beim Beginn des Brennens und während des Vorfeuers wenig zu arbeiten hatten, müssen nun ihre volle Aufmerksamkeit und Thätigkeit der Entwickelung eines lebendigen Feuers zuwenden. Nochmals mache ich hier der Wichtigkeit wegen darauf aufmerksam, daß man das rasche Zunehmen des Feuers nur durch in richtigen Zeiträumen und schnell auf einander folgendes Nachstoßen und Aufgeben der Kohlen, nicht aber durch Ueberhäufen des Rostes damit, bewirken kann. Bei einem richtigen Schüren ist auch die Arbeit bei weitem leichter und keineswegs ermüdend; die Brände dauern ja überhaupt nur kurze Zeit.

Die Oeffnungen für Zuführung der Verbrennungsluft werden nun ganz aufgemacht.

In der Periode des Scharfbrennens muß aus dem schon früher angeführten Grunde ganz besonders auf richtige Flammenfüllung des Ofens gesehen werden. Die erwähnten, durch das Gegentheil herbeigeführten Nachtheile treten sonst ganz bestimmt ein und schadet auch in dieser Periode eine trübe, mit schwarzen Rauchstreifen durchzogene Flamme ganz gewiß.