Text-Bild-Ansicht Band 179

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durch die Oeffnungen o' in den Recipienten C ausgegossen, wobei die Luft durch die Oeffnungen o in das Innere der Zellen eintritt. Das Schöpfrad wird auf folgende Weise in Thätigkeit gesetzt: Das Rad R greift in ein Rad R' von demselben Durchmesser ein, welches auf die verticale Welle E eines Göpels befestigt ist, den man je nach der Localität, wo das Schöpfrad aufgestellt wird, entweder durch Pferde oder durch Ochsen in Bewegung setzt. Der Göpelbaum F und das conische Räderpaar R, R' können durch eine Scheibe ersetzt werden, welche man direct auf die Welle D des Schöpfrades befestigt und durch einen Treibriemen in Bewegung setzt; anstatt der Riemscheibe kann man auch ein Stirnrad mit einer Kette ohne Ende anbringen; in den beiden letzteren Fällen fallen die verschiedenen Transmissionsorgane weg.

LXV. Ueber den Doppel-Ventilator von Perrigault; Bericht von Tresca.

Aus den Annales du Conservatoire des arts et métiers, 1865, t. VI p. 162.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Hr. Perrigault, Mechaniker zu Rennes, hat an das Conservatoire einen Ventilator mit ebenen Flügeln gesendet, mittelst dessen man den Druck der Luft soweit steigern kann, daß er einer Wassersäule von 0,75 Meter Höhe entspricht.

Da dieses für die Eisenhütten sehr wichtige Resultat eine ausgedehntere Anwendung des an sich sehr einfachen Doppel-Ventilators herbeiführen dürfte, so haben wir einige Versuche mit diesem Apparate angestellt, welche die Angaben des Erfinders bestätigten.

Der Ventilator von Perrigault ist ein doppelter, er besteht nämlich aus zwei einfachen Ventilatoren, welche so angeordnet sind, daß die in den ersten eingeblasene Luft zur Speisung des zweiten dient, welcher dann auf bereits comprimirte Luft wirkt und seinerseits diese Compression bedeutend verstärkt.

Die Trommeln der beiden Ventilatoren sind Cylinder von fast kreisförmigem Querschnitte, aber in Bezug auf die Welle der Flügelräder excentrisch.

Diese Kreisform mußte nothwendiger Weise in der Nähe der Ausströmungsrohre modificirt werden. Die Flügelräder haben 0,60 Meter Durchmesser und jedes derselben trägt acht gleichweit von einander abstehende radiale Flügel oder Schaufeln. Der Spielraum um die Schaufeln nimmt