Text-Bild-Ansicht Band 173

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Diese Anordnungen wird man durch Betrachtung der Figuren 12 und 13, welche die neue Mühlpille nach zwei senkrecht zu einander genommenen Durchschnitten darstellen, leicht verstehen. Man sieht, daß der eigentliche Hammer M, welcher auf sehr geringe Dimensionen reducirt ist, in die Masse oder den Kopf des Pillenhalters, der aus schmiedbar gemachtem Gußeisen besteht, eingefügt ist. Dieser Kopf steckt auf einem hölzernen Stiele oder Griffe N und hat zur Aufnahme der Klinge und des Keiles C eine große Vertiefung. Der letztere hat, wie schon bemerkt wurde, den Zweck, die Klinge in der Lage oder unter der Neigung fest zu pressen, welche die geeignetste ist.

Der Keil C endigt mit einer Schraube e, welche durch eine Flügelmutter E hin- und herbewegt werden kann. Durch Anziehen der Schraube und des Keiles wird die eingelegte Klinge in dem Pillenkopfe T festgeklemmt. Die Flügelmutter E ist dadurch mit der Hülse t, welche aus einem Stücke mit dem Pillenkopfe gegossen ist, verbunden, daß zwei Schrauben v in die Nuth eingreifen, welche aus der Nabe der Flügelmutter ausgedreht ist. Will man die Klinge behufs der Schärfung herausnehmen, so reicht es hin, die Flügelmutter nach links zu drehen, so daß der Keil ein Stück weit über den Pillenkopf vorsteht. Die Klinge kann alsdann die durch punktirte Linien in Fig. 12 angedeutete Lage annehmen und leicht aus dem Pillenkopfe entfernt werden.

LXXXIII. Englische Mühlpille.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Schon vor mehr als zwanzig Jahren fand der Unterzeichnete in einer amerikanischen Mühle zu Mannheim eine Mühlpille im Gebrauche, welche die guten Eigenschaften der im vorigen Artikel mitgetheilten Defontaine'schen in erhöhtem Grade besitzt, weßhalb ihre Beschreibung hier um so eher folgen mag, als sie damals wenig bekannt geworden zu seyn scheint. Die Zeichnungen Fig. 18 bis 23 geben die englische Mühlpille, wie sie im Frühjahre 1844 in der mechanischen Werkstätte der Augsburger polytechnischen Schule, sowohl im Modelle als auch in wirklicher Größe zum Gebrauche, ausgeführt wurde.

Fig. 18 ist eine Seitenansicht derselben, Fig. 19 eine Ansicht von