Text-Bild-Ansicht Band 253

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bei der Verstellung der Walze der Abstand für alle Messer nicht der gleiche wird und daher nicht immer alle Messer in gleicher Weise wirken können. Nach dem Zusatzpatente * Nr. 20748 vom 1. Juni 1882 sollen solche Grundwerke aus Stein hergestellt werden, um schwache Fasern, wie Papierabfälle, Stroh u. dgl., mahlen zu können, Steingrundwerke sind allerdings nicht neu und deren Benutzung für empfindlichere Stoffe bekannt.

Bei Holländermessern, welche bisher immer flach ausgeführt wurden, will A. Hankey in Rochdale, Mass. (Nordamerikanisches Patent Nr. 288 234, vgl. Papierzeitung, 1883 S. 468) die Beobachtung gemacht haben, daſs solche Messer, wenn sie hohl geschliffen sind, besser halten. Von der stärksten Stelle bei E (Fig. 3 Taf. 3) nimmt die Dicke des Messers nach C hin ab, bis sie bei B wieder die zur Fassung erforderliche Stärke erlangt. Diese Form bedingt eine auch bei Abnutzung des Messers gleichbleibende Schärfe und kann deshalb eine kräftigere Wirkung herbeiführen.

Eine von Alex. Forbes in Dalkeith, Schottland (* D. R. P. Nr. 11962 vom 30. April 1880) angegebene Holländerconstruction schlieſst mehrere Neuerungen in sich, in so fern als sich dieselbe als Doppelholländer oder als eine Vereinigung zweier einfacher Holländer betrachten läſst. Wie aus dem Grundrisse Fig. 4 Taf. 3 zu ersehen, sind zwei Messerwalzen D vorhanden und der freie Theil des Kanales im gewöhnlichen Holländertroge für beide Walzen in einen etwas breiteren zwischen den Messerwalzen liegenden Kanal a verschmolzen. In diesem Kanäle a liegt ein von der unter dem Troge liegenden Welle b2 durch Zahnräder b3 und b4 angetriebenes Schöpfrad B mit 6 abwechselnd nach beiden Seiten schräg verlaufenden runden Ausschnitten B1 und B2, welche immer auf der hohen Seite durch die Rad wand verschlossen, auf der tiefen Seite aber offen sind. Der Mittelkanal a schlieſst sich an seinem Ende an die Walze an (vgl. Durchschnitt Fig. 5) und von der höchsten Stelle dieses Anschlusses laufen von einer Geraden a1 schräge Flächen a2 und a3 in die Kanäle a4 der Messerwalzen herunter. Die Bodenflächen dieser Kanäle sind zu den Grundwerken G sanft ansteigend und fallen hinter denselben sofort schräg ab, so daſs der gewöhnliche, die Messerwalze hinter dem Grundwerke umgebende Kropf nicht vorhanden ist. Die durch den Kropf hervorgebrachte Wirkung, durch das Auswerfen den Stoff zu mischen und die Bewegung desselben zu befördern, wird hier durch das Schöpfrad B (wie bei Debié, vgl. 1874 213 * 289) bewerkstelligt. Der bei beiden Messerwalzen D durch das Grundwerk gegangene Stoff wird durch die nach der Mitte des Kanales a gebogene Form der Wand A in diesen Kanal geführt, vermischt sich in demselben und gelangt so zu dem Schöpfrade B, welches den Stoff hebt und vermöge seiner Form abwechselnd nach beiden Seiten wieder in die zu den Messerwalzen führenden Kanäle a2, a3 schüttet. Es findet also eine sehr innige Vermischung