Text-Bild-Ansicht Band 253

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des Stoffes statt und ist dabei auch zu berücksichtigen, daſs der Uebelstand des gewöhnlichen Holländers, wonach die auſsen an der Wandung des Troges befindlichen Stofftheile weniger oft der Wirkung der Messerwalze ausgesetzt werden als die innen am Stege befindlichen Theile, aufgehoben ist (vgl. Umpherston und Wrigley 1882 243 * 199. 432). Da die Walzenmesser den Stoff im Kröpfe nicht mehr zu heben brauchen, so können dieselben enger auf der Walze stehen und es können sich in den kleineren Räumen zwischen denselben nicht leicht gröſsere Klumpen ansetzen, welche dann, ohne bearbeitet zu werden, durchgehen, wie es beim gewöhnlichen Halbzeugholländer mit weit gestellten Walzenmessern der Fall sein kann. Da sich die beiden Walzen nach gleicher Richtung drehen, so könnte man sie auch auf einer Welle anordnen. Besser ist jedoch, jede Walze für sich auf einer besonderen Welle D1 anzubringen, wie in Fig. 5 gezeichnet ist, und beide gesondert mittels Riemenscheiben R von der Vorgelegewelle aus zu treiben, von welcher auch die unter dem Troge liegende Welle b2 mittels Scheibe b1 ihre Bewegung erhält.

Für die gleichzeitige parallele Stellung der Walzen D ist die Einrichtung Fig. 6 angegeben, welche im Wesentlichen auch schon bei gewöhnlichen Holländern angewendet wird. Im oberen Theile der zwischen den Walzenlagern L stehenden Säulen E2 liegt quer über dem Holländer die durch das Handrad E3 drehbare Welle E1, welche mittels Kegelräder gleichzeitig die beiden in den Säulen E2 befindlichen Schraubenspindeln s in Bewegung setzt. Die Lager L ruhen auf den um die Zapfen e drehbaren Hebeln E, deren anderes Ende mit den Gelenkstücken t an der Mutter der Schraubenspindel s hängt. Bei Drehung des Handrades E3 werden dann gleichzeitig beide Walzen D gleichmäſsig gehoben oder gesenkt. Es ist aber noch eine weitere feine Stellung vorhanden, welche neu ist und dadurch erzielt wird, daſs die Bolzen e excentrisch gelagert sind und bei ihrer Verdrehung entsprechend die Hebel E heben oder senken. Die Bolzen e werden mit Hilfe eines Schlüssels gedreht, zu welchem Behufe sie am Ende vierkantig sind, und entweder durch Klemmschrauben, oder, wie im linken Theile der Fig. 6 sichtbar, mit Hilfe eines besonderen Ringes m festgestellt. Der Bolzen e ist hinter dem Vierkante achteckig und paſst darauf ein Ring, welcher aber auſsen sechskantig ist und in ein entsprechendes Loch greift. Dreht man z.B. den Bolzen e um ⅙ nach rechts und dann den Ring um ⅛ nach links, so erhält man 1/24 Drehung des Bolzens nach rechts.

Eine weitere Neuerung besteht in besonders geformten Waschtrommeln C (Fig. 5), welche auch den Zweck haben, die Bewegung des Stoffes zu fördern. Dieselben liegen vor den Walzen D und sind nicht wie gewöhnlich cylindrisch, sondern besitzen eine mehreckig geschwungene Form und im Inneren an die Ecken anschlieſsende Schaufeln c1 so daſs sie eine Anzahl mit gebogenen Sieben überzogener Schöpfgefäſse bilden. Beim Eintauchen in den Stoff treiben die Trommeln durch ihre Form den