Text-Bild-Ansicht Band 253

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keine Arme vorhanden sind, welche ihn dabei verziehen können. Der Zahnring wird dann ausgedreht und auf die gedachte Krone gepreſst.

Vier schwalbenschwanzförmige Ausschnitte sind in den Zahnring und die Krone gegossen, welche auf einander passen und Guſsstahlknaggen eingesetzt erhalten. Für ein Rad von 1200mm Durchmesser sind die Knaggen 50mm enger als die Ausschnitte. Im Zahnringe werden die Knaggen durch eingetriebene Holz- und Eisenkeile gesichert und in den Ausschnitten der Krone wird zu beiden Seiten der Knaggen Gummi eingelegt. Bisher geschah letzteres nur auf einer Seite und auf der anderen Seite wurden Holzkeile eingetrieben, so daſs die Bewegung durch die Holzkeile übertragen wurde und die Gummieinlagen die Rückwirkung der Stöſse aufnahmen. Jetzt erfolgt diese Gummieinlage auf beiden Seiten und zwar in der Weise, daſs man, nachdem auf einer Seite der Knaggen Gummi eingebracht ist, den Ring auf der Krone etwas verdreht, dadurch die Gummilage zusammengepreſst und nun bequem auf der anderen Seite Gummi einbringen kann. Die Gummieinlagen bleiben dann beide nach dem Zurücklassen des Ringes unter leichter Pressung. Die Stahlknaggen werden in dem Zahnringe durch aufgeschraubte Platten aus Schmiedeisen gesichert.

Fr. Bödeker's Neuerungen an selbstthätigen Stiefeleisenmaschinen.

Mit Abbildungen auf Tafel 6.

Die Anordnung der von Fr. Bödeker in Milspe (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 23340 vom 12. September 1882) angegebenen Maschine zur Anfertigung von Stiefeleisen zeigt eine gewisse Aehnlichkeit mit den selbstthätigen Drahtstiftmaschinen. Wie bei solchen, so wird auch hier das Metall als Runddraht bezieh. Flachdraht selbstthätig einer Schere zugeführt und von dieser in der erforderlichen Länge abgeschnitten. Der Backen eines Supportes drückt das abgescherte Stück gegen einen festen Bolzen, worauf zwei Paare von Hebeln den Draht biegen und demselben die Hufeisenform ertheilen; durch ein niederbewegtes Stahlstück werden alsdann die Enden des U–förmig gebogenen Drahtes zu kleinen Häkchen umgebogen, gleichzeitig 4 Nagellöcher durchgestanzt und etwaige Musterzeichen o. dgl. eingepreſst. Ein vortretender Dorn wirft das fertige Stiefeleisen heraus.

Die allgemeine Anordnung der Maschine ist aus Fig. 10 bis 12 Taf. 6 zu ersehen. Wie aus denselben hervorgeht, wird die Bewegung von der Riemenscheibe x aus mittels der Welle w und des Kegelradpaares k auf die Welle w1 und die Kurbelscheibe K übertragen. Der Kurbelzapfen gleitet in dem Schlitze z des Hebels h, welch letzterer durch die Schraube s und den Bolzen b in seiner Lage verändert werden